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12.01.2015 - 

Atomzeit

Wie Google seine Server gegen Schaltsekunden absichert

Am 30. Juni ist es wieder einmal soweit - der Tag bekommt eine Extrasekunde spendiert, um die nachlassende Erdrotation zu kompensieren.

Und das könnte durchaus zu Problemen führen - als zuletzt 2012 ein Tag von 86.400 auf 86.401 Sekunden verlängert wurde, fielen Server bei unter anderem Reddit, Foursquare, Yelp und LinkedIn aus, weil sei mit der Schaltsekunde nicht klarkamen. Die erste Schaltsekunde wurde laut "Techienews" übrigens schon 1972 addiert, um die Greenwich Mean Time (GMT) zu retten. Zu einem Problem hat sich das Verfahren allerdings erst entwickelt, seit immer mehr Rechner am Netz digital mit Atomuhren synchronisiert werden.

Bunte Kühlungsrohre in einem Data Center von Google
Bunte Kühlungsrohre in einem Data Center von Google
Foto: Google

Google hat deswegen ein spezielles Verfahren ausgeheckt, um seine Server vor einem Absturz durch Schaltsekunden zu schützen, wie "Business Insider" schreibt: Beim "Leap Smear" fügt Google seinem Systemuhren vor Mitternacht am 30. Juni kontinuierlich eine Millisekunde hinzu. Solch kleine Abweichungen korrigieren Computer in Echtzeit und für gewöhnlich ohne Murren.

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