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19.12.2008

XETRA-MITTAG/Sehr schwach - Großer Verfall belastet etwas

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Freitagmittag zum Verfall sehr schwach. Der DAX verliert gegen 13.38 Uhr 1,7% oder 81 Punkte auf 4.675. Zentrales Thema ist der so genannte große Verfall. Am Mittag verfallen Index-Optionen und Index-Futures und am Abend Aktienoptionen. Der Settlementpreis für erstere liegt nach Händler-Berechnung bei 4.670,22 Zählern. Zuvor hatte der DAX knapp über 4.700 gelegen, so dass der Markt weiter zurückgefallen ist.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Freitagmittag zum Verfall sehr schwach. Der DAX verliert gegen 13.38 Uhr 1,7% oder 81 Punkte auf 4.675. Zentrales Thema ist der so genannte große Verfall. Am Mittag verfallen Index-Optionen und Index-Futures und am Abend Aktienoptionen. Der Settlementpreis für erstere liegt nach Händler-Berechnung bei 4.670,22 Zählern. Zuvor hatte der DAX knapp über 4.700 gelegen, so dass der Markt weiter zurückgefallen ist.

Am Nachmittag könne sich der Markt dann wieder Fundamentalem zuwenden, heißt es. Dann könne ein mögliches Zustandekommen des viel diskutierten Rettungsprogramms für die US-Automobilindustrie die Stimmung beeinflussen, "so es denn kommt", sagt ein Händler. Per Handelsschluss werden zudem die deutschen Aktienindizes neu zusammengesetzt. Unter anderem steigen Salzgitter und Beiersdorf in den DAX auf und ersetzen Continental und Hypo Real Estate.

"Bei Conti wird der DAX-Abstieg von der Spekulation um die Übernahme überlagert", so ein Händler. Continental geben 9% auf 36,75 EUR ab. "Der Markt wartet auf die Entscheidung aus Brüssel, die den Weg für die Übernahme durch Schaeffler frei machen sollte", so ein Händler. Hypo Real Estate geben um 5,7% auf 2,65 EUR nach. Beiersdorf verlieren 0,9% auf 41,32 EUR und halten sich damit besser als der Gesamtmarkt.

Den MDAX verlassen am Abend AMB-Generali. Aufsteiger in den MDAX sind Gerresheimer. Im TecDAX ersetzen Jenoptik und Smartrac die Aktien von Epcos und Versatel. AMB Generali gewinnen 4,2% auf 77,10 EUR, Gerresheimer steigen um 3,4% auf 18,83 EUR. Dagegen verlieren Epcos 2,6% auf 19,43 EUR, während Versatel um 1,6% auf 9,02 EUR zulegen.

ThyssenKrupp leiden unter der Schwäche der europäischen Wettbewerber und verlieren 4,9% auf 17,03 EUR. Salzgitter geben um 7% nach auf 49,51 EUR. J.P. Morgan hat ArcelorMittal abgestuft und halten einen nachhaltigen Aufschwung am Stahlmarkt für unwahrscheinlich. K+S werden laut Händlern von Gewinnwarnungen aus der Branche belastet und verlieren 7,7% auf 36,92 EUR. Am Donnerstagabend hatten Intrepid und Potash die Geschäftsprognosen gesenkt. Zudem waren K+S einer der großen Gewinner der vergangenen Tage.

Infineon profitieren von positiven Vorgaben aus Asien und gewinnen 1,5% auf 0,67 EUR. Die Wettbewerber Samsung, Elpida und Hynix hatten deutlich zugelegt. Händler verweisen auf den Anstieg der DRAM-Preise um 12%. Daneben ist auch die Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis von Auftragseingängen zu verbuchtem Umsatz, in der nordamerikanischen Halbleiterindustrie im November auf 1 von 0,96 gestiegen.

Keine großen Impulse setzen nach Händlermeinung die Quartalszahlen von Oracle vom Vorabend für den Technologiesektor. "Die Zahlen bewegen sich im Rahmen der Erwartungen", so ein Teilnehmer. Der Ausblick für die Lizenzeinnahmen von Oracle liege zwar etwas unter den Merrill-Erwartungen, sei allerdings nicht "schockierend" angesichts der unsicheren Wirtschaftslage, so die Analysten von Merrill Lynch. SAP tendieren nahezu unverändert.

Nur kurzfristig haben Stada stärker auf die Veröffentlichung einer Gewinnwarnung reagiert. Der Konzerngewinn wird 2008 nach einem Patenturteil zu "Olanzapin" wohl nicht mehr das Vorjahresniveau erreichen. Ein Händler nimmt die Nachricht mit einem Schulterzucken zur Kenntnis. "Mit Gewinnwarnungen kann man in diesen Tagen keinen mehr aus der Reserve locken", heißt es. Stada geben 3,5% auf 18,88 EUR nach. Hochtief leiden unter einer Abstufung durch Merrill Lynch und fallen um 8% auf 30,23 EUR.

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