Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

30.06.2008

XETRA-SCHLUSS/Kaum verändert - Gute US-Daten retten den Tag

FRANKFURT (Dow Jones)--Kaum verändert und damit gut erholt von den Tagestiefs ist der deutsche Aktienmarkt am Montag aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor nur 0,1% oder 4 auf 6.418 Punkte. Am Vormittag hatte er noch bis zu 1,5% im Minus gelegen. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 152,0 (Vortag: 165,8) Mio Aktien im Wert von rund 5,88 (Vortag: 6,66) Mrd EUR. Ein Sprung des Euro über die Marke von 1,58 USD und ein neues Allzeithoch im Ölpreis über 143 USD lasteten auf den Märkten.

FRANKFURT (Dow Jones)--Kaum verändert und damit gut erholt von den Tagestiefs ist der deutsche Aktienmarkt am Montag aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor nur 0,1% oder 4 auf 6.418 Punkte. Am Vormittag hatte er noch bis zu 1,5% im Minus gelegen. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 152,0 (Vortag: 165,8) Mio Aktien im Wert von rund 5,88 (Vortag: 6,66) Mrd EUR. Ein Sprung des Euro über die Marke von 1,58 USD und ein neues Allzeithoch im Ölpreis über 143 USD lasteten auf den Märkten.

Zudem sorgten zunächst die Verbraucherpreise aus der Eurozone für Erschrecken. Die Preise sind im Juni um 4% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Daten unterstrichen einmal mehr die bestehenden Inflationsgefahren, hieß es im Handel. "Damit steigen auch die Chancen, dass sich die EZB bis Jahresende nicht nur mit einer Leitzinserhöhung zufrieden geben wird", meinte ein Händler. Bislang rechnet der Markt nur mit einer Zinserhöhung am Donnerstag um 25 Basispunkte.

Nach Erholungstendenzen ab dem Mittag sorgte dann vor allem der bessere Index der Chicago-Einkaufsmanager für Erleichterung im Markt. "Damit ist zumindest eine Verschärfung des Verkaufsdrucks abgewendet", sagte ein Händler; die Kaufzurückhaltung der Aktienanleger halte dagegen an. Mit 49,6 lag der Chicago-Index im Juni über der Erwartung von 48,4. Auch die Subkomponente Beschäftigung stieg über Vormonatsniveau und die Preiskomponente lag darunter. Technische Analysten sehen dennoch nur eine Zwischenerholung im DAX und erwarten weiter einen Rückfall in Richtung 6.300 Punkte.

Autowerte waren bis auf Daimler gesucht. Für eine europaweite Erholung sorgten Kreisemeldungen über bessere Auto-Absatzzahlen in Deutschland. Nach einem Einbruch im Mai wurden im Juni wieder 3% mehr Neuwagen verkauft, erfuhr Dow Jones Newswires von mit dem Sachverhalt vertrauten Personen der Branche. VW stiegen um 2,4% auf 183,28 EUR, BMW um 1,2% auf 30,55 EUR und Continental 2,3% auf 65,27 EUR.

Finanzwerte und konjunktursensitive Titel waren hingegen erneut die Hauptverlierer. MAN gaben um 3,5% nach auf 70,51 EUR. Das nahe Ende des Konjunkturzyklus wird von Anlegern als belastend für den LKW-Hersteller gewertet. Commerzbank fielen 1,1% auf 18,84 EUR, Deutsche Bank um 1,2% auf 54,85 EUR und Hypo Real um 3,1% auf 17,88 EUR.

Gefragt waren die defensiv eingeschätzten Werte: RWE legten 2,1% zu auf 80,23 EUR. Hier stützte auch die Bestätigung der Sparziele durch den Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann. Deutsche Telekom stiegen 0,8% auf 10,40 EUR. Der Telekommunikationssektor war europaweit gesucht, nachdem France Telecom seine Übernahmeversuche von TeliaSonera aufgegeben hat. Zudem stufte Credit Suisse den gesamten Sektor nach oben.

Bei den Nebenwerten kam es zu teils kräftigen Kursbewegungen. "Vor allem die Langfristanleger seit 2003 ziehen sich weiter aus dem Markt zurück", sagte ein Händler. Mangels Käufern auf der Gegenseite verloren daher zahlreiche TecDAX- und MDAX-Titel um die 5%. Nach einer Gewinnwarnung brachen ADVA um 33% auf 1,61 EUR ein. Im TecDAX rutschten Roth & Rau um 5,4% auf 138,00 EUR ab. Der Titel habe sich mit dem Eintritt in den TecDAX bislang recht gut gehalten, die Schonzeit scheine aber nun vorbei zu sein, meint ein Händler. Epcos verloren 8,7% auf 10,48 EUR nach einer Herabstufung durch Merrill Lynch auf "Underperform".

DJG/mod/raz

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.