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XETRA-SCHLUSS/Sehr fest - DAX nähert sich wieder 8.000er-Marke

05.12.2007
FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Der DAX stieg um 1,7% oder 136 auf 7.945 Punkte, kein einziger DAX-Wert schloss im Minus. Gehandelt wurden Aktien für 5,9 Mrd EUR nach 7,4 Mrd EUR am Dienstag. "Damit hat sich der DAX klammheimlich der 8.000er-Marke genähert - und keiner ist dabei", fasste ein Händler das Tagesgeschehen zusammen. Nachrichtlich habe es kaum Gründe zur Erklärung des Kursanstiegs gegeben. Lediglich die kräftige Erholung der US-Börsen wurde als Grund angeführt. Händler verwiesen jedoch auf beginnendes "Window Dressing" zum Jahresende. "Es sind nur noch 14 Handelstage bis zum Jahresende", erklärte ein weiterer Händler. Die Bücher der Fondsgesellschaften seien bereits geschlossen, es sei nun leicht, auch mit kleineren Orders die Kurse nach oben zu schönen. Vor allem in den Nebenwerten des MDAX und TecDAX legten die Kurse teils über 5% zu.

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Der DAX stieg um 1,7% oder 136 auf 7.945 Punkte, kein einziger DAX-Wert schloss im Minus. Gehandelt wurden Aktien für 5,9 Mrd EUR nach 7,4 Mrd EUR am Dienstag. "Damit hat sich der DAX klammheimlich der 8.000er-Marke genähert - und keiner ist dabei", fasste ein Händler das Tagesgeschehen zusammen. Nachrichtlich habe es kaum Gründe zur Erklärung des Kursanstiegs gegeben. Lediglich die kräftige Erholung der US-Börsen wurde als Grund angeführt. Händler verwiesen jedoch auf beginnendes "Window Dressing" zum Jahresende. "Es sind nur noch 14 Handelstage bis zum Jahresende", erklärte ein weiterer Händler. Die Bücher der Fondsgesellschaften seien bereits geschlossen, es sei nun leicht, auch mit kleineren Orders die Kurse nach oben zu schönen. Vor allem in den Nebenwerten des MDAX und TecDAX legten die Kurse teils über 5% zu.

Fundamental stützten mehrere US-Konjunkturdaten; sie untermauerten die Markterwartung von Zinssenkungen durch die US-Notenbank. Unter anderem fiel der ISM-Index für das US-Dienstleistungsgewerbe knapp unter Erwartung aus. Die Produktivitätszahlen für das dritte Quartal stiegen hingegen überraschend deutlich an. Inflation durch steigende Löhne sei damit kein Hindernis für Zinssenkungen, hieß es. Technische Analysten sehen den DAX kurzfristig über der 7.900er-Marke konsolidieren, dann sei ein Anstieg bis rund 8.050 Punkte denkbar.

Tagesgewinner Infineon profitierten von einer positiven Studie der Dresdner Bank. Diese empfahl die Aktie mit einem Kursziel von 18 EUR, hieß es von Händlern. Die Studie betrachte Infineon als "Pure Play" nach einer möglichen Trennung von Qimonda. Zudem sei mit einer Wende bei den bislang stark gefallenen DRAM-Preisen zu rechnen. Infineon sprangen um 8,4% auf 8,75 EUR.

Auch die Finanz- und konjunktursensitiven Werte legten kräftig zu. Deutsche Börse zogen um 4,6% an auf 132,82 EUR an, Continental erhöhten sich um 2,8% auf 87,86 EUR. Morgan Stanley hatte das Kursziel für Deutsche Börse auf 145 von 122 EUR angehoben. Allianz liefen dem Markt mit plus 1,2% auf 139,25 EUR etwas hinterher, nachdem Merrill Lynch die Aktie auf "Neutral" von "Buy" gesenkt hatte.

SAP stiegen um 0,7% auf 35,69 EUR. Laut Vorstand Kagermann führt SAP keine Gespräche mit Microsoft über einen Verkauf an den US-Konzern. Das liege zwar im Rahmen der Erwartungen, enttäusche aber anscheinend ein paar Anleger, hieß es.

Im MDAX profitierten Hochtief mit einem Anstieg von 6,1% auf 91,50 EUR von einem Großauftrag für die Tochter Leighton. Auch Bilfinger sprangen um 6,3% auf 55,30 EUR. Premiere und Pfleiderer stiegen über 6%, Salzgitter um über 5%. Die Nebenwerte seien zuletzt zu stark abverkauft worden, hieß es im Handel. Aufgrund der dünnen Umsätze führten nun Rückkäufe zu kräftigen Aufwärtsbewegungen.

Im TecDAX standen Solar- und Windenergie im Fokus: Die Bundesregierung hat am Mittwoch ein umfassendes Klima- und Energieprogramm beschlossen, um die deutschen Treibhausgase in den kommenden zwölf Jahren drastisch zu verringern. Das Paket umfasst insgesamt 14 Gesetze und Verordnungen. Vor allem Hausbesitzer sollen mehr für den Klimaschutz tun. Zudem soll die Energieversorgung umgebaut werden: Mindestens die Hälfte des deutschen Stroms soll 2020 aus erneuerbaren Quellen oder supereffizienten KWK-Kraftwerken kommen. Vor diesem Hintergrund sprangen Nordex um 11,6% auf 35,79 EUR, Conergy um 10,2% auf 26,40 EUR und Solarworld um 5,7% auf 41,67 EUR.

DJG/mod/ros

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