Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.11.2011

XETRA-START/DAX flirtet mit 6.000er Marke - Italien im Blick

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit Kursgewinnen startet der deutsche Aktienmarkt in den Dienstag. Der DAX gewinnt gegen 9.50 Uhr MEZ 1,2% oder 72 auf 6.000 Punkte. "Der Markt profitiert einerseits von guten US-Vorlagen und andererseits von der Hoffnung auf eine Entspannung in der Eurozonen-Krise", so ein Händler. Händler sprechen aber auch von der berühmten Ruhe vor dem Sturm und zweifeln an der Nachhaltigkeit der Erholung: "Heute geht es nur um Italien", so ein Händler. Im Blick steht dabei die Zukunft von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit Kursgewinnen startet der deutsche Aktienmarkt in den Dienstag. Der DAX gewinnt gegen 9.50 Uhr MEZ 1,2% oder 72 auf 6.000 Punkte. "Der Markt profitiert einerseits von guten US-Vorlagen und andererseits von der Hoffnung auf eine Entspannung in der Eurozonen-Krise", so ein Händler. Händler sprechen aber auch von der berühmten Ruhe vor dem Sturm und zweifeln an der Nachhaltigkeit der Erholung: "Heute geht es nur um Italien", so ein Händler. Im Blick steht dabei die Zukunft von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Am Dienstagnachmittag soll in Italien der Rechenschaftsbericht zum Haushalt 2010 verabschiedet werden. Je nach Ausgang der Abstimmung in Rom sei für den DAX "nach oben oder unten alles drin".

Nachdem mehrere Parlamentarier jüngst die Regierungskoalition verlassen hatten, ist unklar, ob Berlusconi überhaupt noch über eine Mehrheit verfügt. "Neuwahlen in Italien würden den Markt sicher beruhigen", so ein Händler. Wichtig sei dabei, dass Reformer und Finanzspezialisten unter den neuen Köpfen seien. Wichtig sei auf jeden Fall eine Entwicklung, in der der Sparwille verstärkt werde.

Bereits fundierter ist laut Händlern die Hoffnung auf eine Entspannung in Griechenland. Am Vormittag tagt das Kabinett, und dann geht es um die Regierung der Nationalen Einheit und den neuen Ministerpräsidenten.

Aus technischer Sicht liege der DAX in einer breiten Seitwärtsspanne zwischen 5.750 bis 5.700 Punkten auf der Unter- sowie 6.000 bis 6.035 Punkten auf der Oberseite. Die Ausbruchsrichtung könnte den weiteren Weg vorgeben, heißt es am Markt.

Daneben prägt weiterhin die Berichtssaison die Stimmung. Munich Re tendieren nach anfänglichen Abschlägen nun unverändert bei 92,90 EUR. Der Konzern hat zwar die Gewinnerwartungen verfehlt, und zwar wegen der Bewertungen der Anlagen an den Anleihenmärkten. "Operativ läuft es aber gut", so ein Analyst. Wichtige Kennzahlen wie die Schaden-Kosten-Quote in der Rückversicherung hätten sich deutlich verbessert.

Im MDAX ziehen Aareal Bank nach laut Händlern guten Zahlen um 6,6% an auf 13,64 EUR. Hugo Boss steigen mit einem günstigen Ausblick um 2,1% auf 67,91 EUR. Leoni fallen dagegen um 3,1% auf 29,35 EUR. Nach den extrem starken Kursgewinnen seit dem Tief Anfang Oktober hat der Zwischenbericht die Erwartungen lediglich erfüllt. "Außerdem fehlt ein Ausblick auf das kommende Jahr", so ein Händler.

Der MDAX steigt um 0,5%, der TecDAX gewinnt 1,5%. Hier erholen sich Drillisch um 17,6% auf 5,88 EUR. Die von der Deutschen Telekom geforderte Rückzahlung von Provisionen dürfte im niedrigen einstelligen Millionenbereich ausfallen, heißt es am Markt. Damit sei der Kursabsturz am Montag übertrieben hoch ausgefallen. Allein die Freenet-Beteiligung sei 4,50 EUR je Aktie wert. Freenet erholen sich um 6,7% auf 9,06 EUR. Auch Q-Cells ziehen kräftig an, getrieben laut Händlern von einer Empfehlung in einem Börsendienst. Die Aktie legt um 14,3% zu.

-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires, +49(0)69-29725217, herbert.rude@dowjones.com DJG/hru/ros

Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.