Tolle Leistung mit langer Akkulaufzeit

Asus Zenfone 10 im Test

Kelvin Köpke ist als studentische Aushilfe bei PC-Welt tätig.
Henry schreibt für unsere Schwesterpublikation TechAdvisor.com.
Das neue Zenfone 10 bietet für seine geringe Größe viel Leistung und eine fast konkurrenzlose Akkulaufzeit. An den Kameras muss Asus aber noch arbeiten. Ein ausführlicher Test.
Foto: Dominik Tomaszewski / Foundry

Auf einen Blick

Pro

  • Kompakte Größe

  • Top Leistung

  • Tolle Akkulaufzeit Anpassungsfähige Software

  • Kopfhörerbuchse

Kontra

  • Kameras sind nicht die besten

  • Nur zwei Jahre Android-Updates

  • Schwer zu tippen auf kleinem Bildschirm

  • Langsames 30-W-Laden

Fazit

Das Asus Zenfone 10 ist ein beeindruckendes Handy mit einem kleinen Bildschirm, Top-Spezifikationen und allen Hardware- und Software-Funktionen, die man sich wünschen kann, aber die Kamera und die Software-Unterstützung reichen für heutige Verhältnisse nicht aus.

Asus ist vor allem für seine Laptops und Gaming-Ausrüstung bekannt, bringt aber jedes Jahr auch ein hochwertiges Smartphone unter dem Namen Zenfone auf den Markt.

Das Zenfone 10 ist die neueste Version und ähnelt dem Zenfone 9 von 2022 sehr. Ein Android-Smartphone, das als kleines, kompaktes Gerät mit einem auffälligen Design, erstklassigen Spezifikationen und durchdachter Software vermarktet wird.

Im Großen und Ganzen erfüllt das Zenfone 10 diese Erwartungen, obwohl es nicht das kleinste Smartphone ist. Es ist größer als das iPhone 13 mini und das iPhone SE und hat in etwa die gleichen Abmessungen wie ein iPhone 14, aber mit einem kleineren Bildschirm.

Das Zenfone erfüllt praktisch jede mögliche Anforderung auf dem Datenblatt. Dadurch erledigt das Zenfone 10 alles, was sie ihm abverlangen ziemlich gut, aber sein Display und die Kamera gehören nicht zur Spitzenklasse.

Design & Verarbeitung

  • Schlankes Design

  • Rückseite mit Papiergefühl-Struktur

  • Kopfhörerbuchse

Asus hat das Aussehen des Zenfone 10 im Vergleich zum Zenfone 9 kaum verändert. Tatsächlich hat es genau die gleichen Abmessungen von 146,5 x 68,1 x 9,4 mm. Das ist kleiner als viele der größten Smartphones da draußen, aber es ist nicht das kleinste.

Das iPhone 13 mini misst 131,5 x 64,2 x 7,7 mm, das Samsung Galaxy S23 ist 146,3 x 70,9 x 7,6 mm groß und beide sind dünner und kürzer als das Zenfone. Selbst das normale iPhone 14 ist mit 146,7 x 71,5 x 7,8 mm nur 0,2 mm größer und 0,1 mm dicker als das Zenfone 9.

Ich betone das deshalb, weil Asus das Zenfone 10 als ein wunderbar einhändig bedienbares Mini-Smartphone bewirbt, aber es ist in etwa genauso groß wie andere weltweit erhältliche High-End-Geräte.

Foto: Dominik Tomaszewski / Foundry

Mein Testmuster war die auffällige Version mit roter Rückseite, es gibt aber auch grüne, weiße, schwarze und blaue Varianten. Die Rückseite besteht aus bio-basiertem Polycarbonat und fühlt sich wie festes Papier an.

Ich habe mich daran gewöhnt, aber es wird nicht jedem Geschmack entsprechen. Das gilt auch für die auffälligen kreisförmigen Inseln, die die Dual-Rückkameras oben links auf der Rückseite beherbergen. Darunter befindet sich das dezente Zenfone-Branding mit einem Logo unten rechts.

Es liegt gut in der Hand und fühlt sich besser an als eine glänzende Glasoberfläche, die Fingerabdrücke anzieht, aber ich bevorzuge eine matte Glasoberfläche wie die des iPhone 14 Pro oder OnePlus 11. Dafür gibt es eine Kopfhörerbuchse, die hochauflösenden, kabelgebundenen Klang unterstützt. Außerdem gibt es einen seitlich angebrachten Ein-/Aus-Schalter mit integriertem Fingerabdrucksensor anstelle eines Sensors unter dem Display.

Asus vermarktet das Zenfone 10 als einhändiges Mini-Handy-Wunder, aber es hat eine ähnliche Größe wie andere weltweit erhältliche High-End-Geräte.

Das Smartphone ist nach Norm IP58/IP68 geschützt gegen Staub und Wasser. Es übersteht also einen Wasserstrahl oder das Eintauchen ins Wasser.

Display & Lautsprecher

  • 5,9-Zoll-Bildschirm

  • Bis zu 144 Hz

  • Dual-Stereolautsprecher

Das Zenfone 10 verfügt über einen 5,92-Zoll-AMOLED-Bildschirm mit einer Auflösung von 2400 x 1080p. Er ist ziemlich schmal, mit einem Seitenverhältnis von 20,4:9, was das Halten mit einer Hand und das endlose Scrollen erleichtert.

Es hat eine maximale Bildwiederholfrequenz von 144 Hz. Das ist höher als die 120 Hz bei den meisten High-End-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S23 Ultra und ist stellt eine Spezifikation dar, die normalerweise eher bei Gaming-Smartphones zu finden ist. Beim Zenfone kann jedoch nur in Spielen eine Bildwiederholfrequenz von 144 Hz erreicht werden, die diese auch unterstützen.

Ansonsten können Sie 60-, 90- oder 120-Hz auswählen oder die Option "Auto" verwenden, die je nach Tätigkeit zwischen diesen drei Optionen wechselt, um Energie zu sparen.

Der Bildschirm ist spürbar flotter als beispielsweise bei einem iPhone 14, da er schmaler ist als beim iPhone und bei vielen anderen kompakten Konkurrenten.

Foto: Dominik Tomaszewski / Foundry

Mir hat die höhere Auflösung nicht gefehlt, da es sich um einen relativ kleinen Bildschirm im Vergleich zu heutigen Standards handelt. Ich wünschte mir jedoch, dass er etwas heller wäre. Er kann eine maximale Helligkeit von 1.100 Nits erreichen, aber Asus gibt an, dass er nur eine Helligkeit von 800 Nits im Freien besitzt. Der Bildschirm ist bei Tageslicht schwer ablesbar.

Die Dual-Stereolautsprecher sind nichts Besonderes. Sie können laut genug für Podcasts sein, aber aufgrund der kleinen Größe des Smartphones sind sie nicht besonders voll und können bei lauten Lautstärken recht blechern klingen.

Zur Startseite