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07.05.2008

AUSBLICK/Leoni erzielt Umsatzsprung durch ehemalige Valeo-Sparte

NÜRNBERG (Dow Jones)--Mit der erstmaligen Konsolidierung der einstigen Valeo-Bordnetzsparte macht der Umsatz der Leoni AG im ersten Quartal 2008 einen gewaltigen Sprung. Im EBIT wird sich dies jedoch noch kaum auszahlen, wenn der Nürnberger Automobilzulieferer am Mittwoch seine Zahlen präsentiert. Analysten sind optimistisch und rechnen mit einer Bekräftigung der Prognose für das laufende Jahr.

Erst Anfang April hatte Klaus Probst, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG, die Prognose für das laufende Jahr bestätigt. Demnach rechnet Leoni 2008 mit einem Umsatz von 3 Mrd EUR und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern von rund 140 Mio EUR. Das laufende Jahr habe mit einer sehr guten Auslastung begonnen, so Probst.

Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten rechnen im ersten Quartal durchschnittlich mit einem Umsatzplus von 31% auf 766 Mio EUR. Dies zahlt sich freilich im Gewinn nicht aus: Das operative Ergebnis steigt nach der Konsensschätzung lediglich um 3% auf 35,1 Mio, dabei erwarten die Analysten eine Rückgang des Vorsteuerergebnis um 11% auf 27 Mio EUR und des Nachsteuerergebnis um 5% auf 19,6 Mio EUR.

Grund für die Entwicklung ist die erstmalige Konsolidierung der einstigen Valeo-Bordnetzsparte VCS, die Leoni Ende vergangenen Jahres übernommen hat. "Die Integration von VCS spürt man im ersten Quartal deutlich am Umsatz", sagt Marc-Rene Tonn, Analyst bei MM Warburg. Die unter Leoni Wiring Systems France (LWSF) fimierende Tochtergesellschaft soll 2008 früheren Angaben zufolge rund 600 Mio EUR zum Konzernumsatz beitragen. Anders sieht es beim Gewinn aus: Unter Berücksichtigung der Abschreibung infolge der Kaufpreisallokation (PPA) sowie Integrationskosten rechnet Tonn mit einem EBIT-Anstieg um lediglich 3,1% auf 35 Mio EUR.

Ohne den Beitrag der LWSF würde die Bordnetzsparte von Leoni eher sinkende Umsätze verbuchen, sagt LBBW-Analyst Heiko Möhringer. Die von Leoni belieferten Modellzyklen hätten ihren Höhepunkt überschritten und seien wieder langsam rückläufig.

Kleinere Akquisitionen wie das Systemhaus Robot-tec, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 1 Mio EUR machte, spielen im ersten Quartal eher eine untergeordnete Rolle. Dagegen wirkt sich die Beteiligung von 50% am südkoreanischen Bordnetz-Hersteller Daekyeung, die Leoni seit Anfang März hält, erst im zweiten Quartal 2008 aus. Dann aber umso positiver, denn "der koreanische Bordnetzhersteller hat zweistelligen Margen", so Möhringer.

Er rechnet für das laufende Jahr eher mit einem weiteren Übergangsjahr. Es würden weitere Investitionen, Vorlaufkosten sowie Ausgaben für die Integration der LWSF anfallen. Zahlreiche Investitionen und die Synergien mit dem französischen Tochterunternehmen zahlen sich laut Möhringer allerdings erst im nächsten Jahr aus.

Im vergangenen Jahr steigerte Leoni den Umsatz um 12% auf 2,367 (2,108) Mrd EUR und erzielte dabei einen Jahresüberschuss von 86,2 (79,3) Mio EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 129,6 (130,6) Mio EUR nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Webseite: http://www.leoni.com Von Christoph Baeuchle, Dow Jones Newswires, +49 (0)711 2287 412, christoph.baeuchle@dowjones.com DJG/cba/nas

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