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24.08.2016 - 

Spur führt nach Italien

Betrüger missbrauchen Amazon Marketplace

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die Polizei warnt vor einer aktuellen Betrugsmasche über das Verkaufsportal von Amazon: Mit gefälschten Angeboten wird der reguläre Verkaufsvorgang umgangen.

Wer beim Online-Giganten Amazon shoppen geht, kann Opfer von Betrügern werden: Nun sind mehrere Fälle bekannt geworden, bei denen Käufer durch betrügerisch auf der Verkaufsplattform eingestellte Angebote abgezockt worden sind.

Unter die Reseller, die über das Amazon-Verkaufsportal vertreiben, können sich auch Betrüger schleichen.
Unter die Reseller, die über das Amazon-Verkaufsportal vertreiben, können sich auch Betrüger schleichen.

Laut der Polizei Peine gehen derzeit bundesweit vermehrt Anzeigen von Käufern ein, die Betrügern auf den Leim gegangen sind. Die Masche funktioniert folgendermaßen: Ein unbekannter Täter schaltet bei Amazon eine Verkaufsanzeige, die den Eindruck erweckt, dass dahinter ein integrer Shop steht. Im Angebot selbst ist dann ein Vermerk vorhanden, dass der potentielle Käufer vor Abschluss des Kaufes über den Warenkorb, sich zuerst mit dem Verkäufer per Email in Verbindung setzen soll. Dort wird ihm dann der Verkauf bestätigt und er erhält eine Mail, die einer echten Amazon-Mail ähnelt. Darin befinden sich dann die Kontodaten, an die der Käufer überweisen soll. So wird das reguläre Verkaufsportal von Amazon umgangen und der Etailer bekommt nicht mit, dass ein Produkt verkauft wurde. Die Ware wird dann, erwartungsgemäß, nicht versandt.

Konten in Italien

Das Geld sollen die Kunden dann auf Konten in Italien, die mit unterschiedlichen Inhabernamen eröffnet wurden, überweisen.

Die Korrespondenz zwischen Täter und Geschädigtem laufen laut der Polizei zwar auf Deutsch; es sei aber erkennbar, dass offensichtlich ein Übersetzungsprogramm die holprigen Antworten des Täters generiert.

Die Polizei weißt die Nutzer daher darauf hin, niemals direkt wegen der Bezahlung mit dem Käufer Kontakt aufzunehmen. Dies widerspricht auch den Amazon-Verkaufsbedingungen. Kunden sollten die Transaktionen ausschließlich über den Warenkorb in der Verkaufsanzeige abwickeln.

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