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Macbook Pro mit Touch Bar im Test


01.12.2016 - 

Das Beste von iOS in einem großartigen Mac

Susie Ochs und Simon Lohmann
Die 13- und 15-Zoll großen MacBook Pros sind wieder etwas dünner und leichter, dafür aber ganz schön teuer. Aber die innovative neue Touch Bar macht die neue MacBook Pro-Reihe unglaublich reizvoll.
Macbook Pro 2016
Macbook Pro 2016
Foto: Adam Patrick Murray

Apple verpasste dem neuen Macbook pro ein dünneres und geschmeidigeres Äußeres, was wiederum eine neue Tastatur, ein neues Kühlungssystem und einen kleineren Akku erforderte. Manche bevorzugen mit Sicherheit einen Mac, der kleiner und leichter ist, andere dahingegen einen Mac, mit dem es mehr Spaß macht zu arbeiten. Das neue 13- und 15-Zoll große Macbook Pro mit Apples neuer Touch Bar kann beides miteinander vereinen.

Die Touch Bar auf dem Macbook Pro als Pendant zur Tastatur auf dem iPad Pro bietet unglaublich nützliche Shortcuts - und das sogar, bevor die meisten Drittanbieter überhaupt die Gelegenheit hatten, ihre Programme der Touch Bar anzupassen. Sogar der Premium-Preis - ja, diese Macs sind alles andere als günstig - ändert nichts daran, dass die Touch Bar für den Anwender attraktiver ist als ein Macbook Pro mit Funktionstasten.

Die Touch Bar

Das neueste und coolste Feature der neuen Macbook-Pro-Reihe, die Touch Bar, besteht aus einem OLED-„Streifen“. Apple will um jeden Preis vermeiden, dass Entwickler und Anwender die Touch Bar als eine Art Display, sondern diese vielmehr als ein eigenständiges Gerät, als eigenständige Tasten, betrachten. Der Anwender kann zum Beispiel die Helligkeit der Touch Bar nicht individuell einstellen, da sich diese ansonsten zu stark von den anderen Tasten abheben würden und somit der Eindruck eines implementierten Displays entstünde. Außerdem ist sie darauf optimiert, aus einem Winkel von 45 Grad angesehen zu werden. Dieser Betrachtungswinkel ist recht untypisch für Displays. Nichtsdestotrotz bleibt die Touch Bar auch sichtbar, wenn man an dem Mac von einem anderen Winkel aus arbeitet.

Die Touchbar ist so gestaltet, dass sie als eigene Tasten erscheinen sollen - und nicht als Display.
Die Touchbar ist so gestaltet, dass sie als eigene Tasten erscheinen sollen - und nicht als Display.
Foto: Adam Patrick Murray

Die Touch Bar ist unglaublich praktisch. Nicht nur, weil sie die Bedienung von Programmen verbessert, sondern auch, weil sie den individuellen Wünschen entsprechend angepasst werden kann. Über Einstellungen > Tastaturkönnen Sie bestimmen, was passieren soll, sobald Sie die fn-Taste betätigen.

Sollten Sie die Funktionstasten nämlich nie – oder zumindest nur sehr selten – benötigen, können Sie stattdessen auch die Kontroll-Leiste in der gesamten Touch Bar erweitern. Bei der Kontroll-Leiste handelt es sich um eine Anzeige Ihrer am meist favorisierten Tasten. Die Standard-Tasten in der Kontroll-Leiste sind Helligkeit, Lautstärke, Mute und Siri, wobei Sie aus einer Vielzahl an nützlichen Shortcuts auswählen können und die Kontroll-Leiste via Drag-and-drop individuell anpassen können, wie zum Beispiel die Taste, um Screenshots zu machen, Diktate zu starten, die Mitteilungszentrale zu starten, den Mac in den Ruhezustand zu versetzen und und und.

Natürlich könnte man für viele dieser Touch-Bar-Tasten auch Shortcuts oder aktive Ecken nutzen, aber diese in der Touch Bar zu haben, ist um einiges besser. Die Kontroll-Leiste bietet Platz für vier Tasten und über einen Tap wird auf der Touch Bar alle Tasten angezeigt, deren Funktion einst auf den physischen fn-Tasten zu finden war.

Auch das Trackpad ist bei beiden Gehäusegrößen deutlich gewachsen.
Auch das Trackpad ist bei beiden Gehäusegrößen deutlich gewachsen.
Foto: Adam Patrick Murray

Die Escape-Taste gehörte auch - die älteren unter Ihnen werden sich erinnern – zu der Gruppe der physischen Tasten. Nun befindet sich die Esc-Taste auf der linken Seite der Touch Bar und verschwindet nur dann, wenn die Kontroll-Leiste „ausgedehnt“ (oder im erweiterten Modus) angezeigt wird. In diesem Fall taucht eine X-Taste an der Stelle auf, an der zuvor noch die Esc-Taste zu sehen war: Ein Tap auf die X-Taste und die erweiterte Kontroll-Leiste beschränkt sich erneut auf die vier Standard-Tasten. Shortcuts, welche die Esc-Taste beinhalten, wie zum Beispiel Command + Option + Escape (erzwingt das Beenden einer App) funktionieren auch mit der digitalen Escape-Taste. Sollten Sie aber befürchten, dass die Touch Bar einfriert und somit die Escape-Taste unbrauchbar wird, können Sie die Escape-Funktion auch auf eine andere Taste umprogrammieren. Wir können Sie aber beruhigen: Bis jetzt hatten wir in der Testphase des neuen Macbook Pro noch nicht mit solchen Problemen zu kämpfen.

Die Touch Bar in Apps benutzen

Von der Escape-Taste und der Kontroll-Leiste abgesehen, zeigt die Touch Bar App-spezifische Elemente an - und da beginnt der ganze Spaß erst. Im Folgenden zeigen wir nur eine kurze Liste von den Möglichkeiten, wie sich die Touch Bar nutzen lässt:

Nie konnten Sie schneller auf Emojis zugreifen als mit der Touch Bar.
Nie konnten Sie schneller auf Emojis zugreifen als mit der Touch Bar.
Foto: Adam Patrick Murray

Lange Rede, kurzer Sinn: Mit der Touch Bar macht es um einiges mehr Spaß, am Mac zu arbeiten und sorgt oftmals für einen positiven Überraschungsmoment. Unserer Meinung nach ist die Arbeit mit der neuen Touch Bar sogar um einiges effizienter als die Siri-Integration auf dem Mac mit dem letzten macOS-Update. Im Büro mit Siri zu sprechen, führt sicherlich zu der einen oder anderen peinlichen Situation. Die Bedienung der Touch Bar ist dahingegen sehr diskret und effektiv. Eine Taste auf der Touch Bar zu betätigen erfordert darüber hinaus weniger Bewegungen als dieselbe Funktion über das Touch Pad auf dem Bildschirm durchzuführen. Natürlich sind Shortcuts immer noch schneller. Doch wie viele Shortcuts weiß man denn letztendlich in- und auswendig. Eine Taste in der Touch Bar ist dahingegen schnell gedrückt.

Entwickler von Drittanbieter-Apps werden die Touch Bar-Unterstützung schon bald integrieren. Laut Apple können auch Microsoft Office, Photoshop, Pixelmator und noch viele weitere Apps mit Hilfe eines Updates schon bald über die Touch Bar bedient werden. Manche Apps unterstützen die Touch Bar sogar schon ohne Update.

Mit der Touch Bar wird das Bearbeiten von Fotos noch einfacher.
Mit der Touch Bar wird das Bearbeiten von Fotos noch einfacher.
Foto: Adam Patrick Murray

Darüber hinaus hat die Touch Bar sogar Touch ID, womit Sie Ihren Mac via Fingerabdruck entsperren oder Apple Pay Transaktionen in Safari durchführen können. Selbstverständlich können Sie jederzeit auf die „traditionelle“ Methode umsteigen und die Passwörter über die Tastatur eingeben. Bei den deutschen Nutzern kommt wohl ein Macbook Pro mit der Touch ID schneller an als Apples Bezahldienst Apple Pay.

Alles in allem bietet Touch Bar eine angenehmen – und vor allem äußerst nützliche – Alternative zu den bisherigen Arbeitsmöglichkeiten am Mac. Was Apple bereits bei der Tastatur des 12,9 Zoll großen iPad Pro richtig machte, spiegelt sich nun auch auf dem Mac wider. Die Freiheit der freien Kontrolle über die Tasten will man sich auf jeden Fall so schnell nicht mehr nehmen lassen.

Auch Drittanbieter können die Touch Bar für ihre Apps nutzen. Dies demonstrierte Adobe mit der Bildbearbeitung Photoshop. Die Touch-Bar-Unterstützung wird Adobe mit einem Update zum Ende des Jahres anbieten.
Auch Drittanbieter können die Touch Bar für ihre Apps nutzen. Dies demonstrierte Adobe mit der Bildbearbeitung Photoshop. Die Touch-Bar-Unterstützung wird Adobe mit einem Update zum Ende des Jahres anbieten.

Die Leistungsmessung

Vergessen wir nicht, dass neben der Touch Bar vor allem der Computer an sich im Vordergrund steht. Bei den ersten Benchmarks des 13-Zoll großen Macbook Pro zeigte sich, dass sich die CPU-leistung nur leicht verbessert hat, dafür jedoch deutliche Verbesserungen in Sachen Grafik-Performance festzustellen sind.

Geekbench 4.0.1, Single-Core-CPU-Test. Längere Balken sind besser, die drei obersten Werte stammen von den Macbook Pro late 2016, die drei darunter von den Modellen des Vorjahres.
Geekbench 4.0.1, Single-Core-CPU-Test. Längere Balken sind besser, die drei obersten Werte stammen von den Macbook Pro late 2016, die drei darunter von den Modellen des Vorjahres.

Apple hat uns mit je einem Testmodell der 13- und 15-Zoll-Variante versorgt. Das 13-Zoll große Gerät hat einen 2,9 GHz Dual Core i5, 8 GB RAM (2133MHz), Intel Iris Graphics 550 und 256 GB Speicherkapazität. Das 15-Zoll große Macbook ist mit einem 2,6 GHz Quad-Core Intel Core i7, 16 GB RAM (2133MHz), Radeon Pro 450 Graphics (2GB) und ebenfalls 256 GB Speicher ausgestattet. Darüber hinaus haben wir auch ein Testmodell der 13-Zoll großen Variante mit Funktionstasten erhalten, sodass wir die Geräte untereinander gut vergleichen konnten.

Geekbench 4.0.1, Multi-Core-CPU-Test. Längere Balken sind besser, die drei obersten Werte stammen von den Macbook Pro late 2016, die drei darunter von den Modellen des Vorjahres.
Geekbench 4.0.1, Multi-Core-CPU-Test. Längere Balken sind besser, die drei obersten Werte stammen von den Macbook Pro late 2016, die drei darunter von den Modellen des Vorjahres.

Im Geekbench 4.0.1 hat das 13-Zoll große Macbook Pro mit Touch Bar im Single-Core 64-bit CPU Test insgesamt 3927 Punkte erzielt, was im Vergleich zu den Vorgängermodellen einer Leistungssteigerung von 5,3 Prozent entspricht. Im Vergleich zu dem aktuellen 13-Zoll großen 2 GHz Macbook Pro mit Funktionstasten ist es 4,3 Prozent schneller. Das 15-Zoll große Macbook Pro erzielte im Test 4216 Punkte, was gegenüber der 2015er-Version (15 Zoll, 2,5GHz Quad-Core i7 mit 16GB RAM und AMD Radeon R9 M370X) nur eine Leistungssteigerung von 1,5 Prozent bedeutet.

Im Multicore CPU-Test schlägt das 13-Zoll große Macbook Pro mit Touch Bar die letztjährige Version um 7,9 Prozentpunkte, das diesjährige Macbook Pro mit Funktionstasten um 3,8 Prozent. Das 15-Zoll große Macbook Pro mit Touch Bar unterlag dem letztjährigen Modell sogar um ganze 722 Punkte.

Geekbench 4.0.1, Open-CL-Benchmark. Längere Balken sind besser, die drei obersten Werte stammen von den Macbook Pro late 2016, die drei darunter von den Modellen des Vorjahres.
Geekbench 4.0.1, Open-CL-Benchmark. Längere Balken sind besser, die drei obersten Werte stammen von den Macbook Pro late 2016, die drei darunter von den Modellen des Vorjahres.

Im OpenCL Test erzielte das 13-Zoll große Macbook Pro mit Touch Bar mit der Intel Iris Graphics 550 ganze 30826 Punkte - das ist 59 Prozent besser als die letzte Generation. Das gleiche Modell mit Funktionstasten hat eine Intel Graphics 540 und ist somit um 8.6 Prozentpunkte schlechter als das Touch-Bar-Modell.

Das 15-Zoll große Macbook Pro mit Touch Bar kommt im OpenCL Test mit einer AMD Radeon Pro 450 Graphics ganze 42827 Punkte erlangen und ist somit um 38.7 Prozent besser als die letzte Generation.

Cinebench R15, Open-CL-Test. Längere Balken sind besser, die drei obersten Werte stammen von den Macbook Pro late 2016, die drei darunter von den Modellen des Vorjahres.
Cinebench R15, Open-CL-Test. Längere Balken sind besser, die drei obersten Werte stammen von den Macbook Pro late 2016, die drei darunter von den Modellen des Vorjahres.

Bedeutet das also, dass das 15-Zoll große Macbook Pro mit Touch Bar genug Power besitzt, um professionelle Videobearbeitung durchführen, selbst wenn das Maximum bei 16 GB RAM liegt? Wahrscheinlich. Vielleicht wird Apple in der Zukunft die RAM-Leistung auf 32 GB erhöhen, wenn die aktuelle Macbook-Pro Generation einem Update unterzogen wird. Doch auch jetzt leistet das Macbook Pro gute Arbeit. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass die größere Variante, zusätzlich zu dem eingebauten 2880x1800 Display, zwei externe 5K-Monitore betreiben kann und immer noch Ports für zwei externe Thunderbolt RAIDs.

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