Ratgeber für Reseller

Die 10 wichtigsten Antworten zu Blade-Servern

30.09.2009

3. Welche Einsatzzwecke?

Der Einsatzbereich von Blades hat sich in den vergangenen Jahren extrem erweitert, da die verfügbare CPU-Leistung vor allem durch die Multi-Core-Prozessortechnologie gestiegen und auch der maximale Hauptspeicherausbau stark gewachsen ist. Zunächst eignen sich Blade-Server für alle Anwendungen, die horizontal skalieren. Das sind Anwendungen, die die Leistung von mehreren Systemen nutzen können und nicht auf massive Mehrprozessorleistung (mehr als vier Sockets) in einem System angewiesen sind. Hierzu gehören zum Beispiel Web-Applikationen, SAP-Applikationsserver, alle Applikationen im High-Performance-Computing-Umfeld (HPC) und einige horizontal skalierbare Datenbanksysteme. Durch die verfügbare CPU-Leistung, die Arbeitsspeicherkapazität und die Unterstützung der Virtualisierung der Netzwerkkonnektivität eignen sich Blades inzwischen auch hervorragend als Host für Virtualisierungslösungen.

4. Mehrwege-Server ersetzen?

Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten. Zunächst muss geklärt werden, welche Anforderungen die Applikation an die Architektur stellt. Das gilt insbesondere bei einer Migration vom Mainframe in die Open-Systems-Welt. Ist es beispielsweise eine Applikation, die horizontal skaliert, kann diese grundsätzlich auf Blades betrieben werden. Auf der anderen Seite ist die Frage nach den Performanceanforderungen sowohl an CPU/Arbeitsspeicher als auch an die Netzwerkkonnektivität zu stellen. In beiden Bereichen kann es beim Einsatz von Blades für bestimmte Anwendungsfälle Einschränkungen geben, da möglicherweise die Skalierbarkeit nicht ausreichend ist. Allerdings ist auch zu berücksichtigen, dass heutige Blade-Systeme mit vier Sockets, sechs Core-Prozessoren (also 24 Prozessoren) und einem Hauptspeicher von mehr als 256 GB vielen Mehrwege-Servern älterer Generationen in Bezug auf die CPU-Leistung überlegen sind.

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