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Der CP-Querschläger (Kolumne)


26.08.2014 - 

Die IFA kann alles – außer Flughafen

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Mit der Ausrichtung und den Themen der diesjährigen IFA ist unser Kolumnist, der "Querschläger", nicht besonders glücklich. Aber man kann nicht alles haben – schon gar nicht in Berlin.

Die Konvergenz, das Sparen, Vernetzen und Steuern von Energie sowie die Unterhaltung – das sind auch 2014 die Themen für die IFA. Wie ferngesteuert werden auch die Träger der neuartigen Medienbrille nach Google-Art über den Testparcour stolpern. Angeblich will auch Samsung sein Gear-Glass nach Berlin mitbringen. So erhalten die Zombie-Filme der 80er Jahre posthum eine prophetische Komponente, wenn Scharen von optisch manipulierten Werbesklaven durch die letzten bewohnten Fußgängerzonen schlurfen.

Geht der Trend zu immer besseren Produkten oder bleibt er bei billig und Masse? Alles, was es in Berlin gibt, kann man auch bei Media Markt oder Amazon kaufen.
Geht der Trend zu immer besseren Produkten oder bleibt er bei billig und Masse? Alles, was es in Berlin gibt, kann man auch bei Media Markt oder Amazon kaufen.
Foto: Messe Berlin

Die Klick-Industrie wird es freuen, wenn der Kunde jetzt sogar beim "analogen" Einkauf seine "Information by my peek" an den Provider, die NSA, den App-Hersteller und vor allem an Google, Apple oder Microsoft schickt. Der gläserne Mensch ist noch lange nicht das Ende der Manipulation mit Daten.

Aber das Thema Sicherheit scheint auch 2014 auf der IFA zumindest offiziell keines zu sein. Dabei ist es schon beängstigend, wenn mich mein Kühlschrank besser kennt als ich ihn. Auch da gibt es etwas von Samsung. Wie nahezu überall auf der IFA sind die Koreaner mit ihren Produkten für Küche, Büro, Wohnzimmer, Waschküche, Schlafzimmer und für die Hosentasche sichtbar. Es gibt wahrscheinlich Schlimmeres.

Wohin geht der Trend?

Beispielsweise von Coca-Cola lizensierte Lautsprecherboxen oder massiv goldene Kopfhörer fürs Smartphone. Geht der Trend zu immer besseren Produkten oder bleibt er bei billig und Masse?

Alles, was es in Berlin gibt, kann man auch bei Media Markt oder Amazon kaufen. Abgesehen von ein paar Nischen wie Röhrenverstärker, Highend-Produkten und Dienstleistungen wird es eng für richtige Fachhandelsprodukte – trotz Kooperationen und Verbände.

Ein kleines Bonbon: Fachbesucher können zwei Stunden früher auf die Messe, also bereits um 8 Uhr. Ob die Ansprechpartner dann schon anwesend sind? Dass man nicht alles haben kann, sieht man ja an BER, dem Unvollendeten. Aber besser werden kann es immer – auch bei der IFA.

Mein Fazit: Die Hersteller sehen anscheinend die Zukunft des Handels nur noch im Web. Verkommt die IFA zur Werbeveranstaltung für den Direktvertrieb?
Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)

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