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25.03.2009 - 

Tagessätze unter Druck

Die Preise für IT-Services fallen

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Die Wirtschafts- und Finanzkrise verschärft den Wettbewerb im IT-Servicemarkt. Das drückt die Preise für IT-Dienstleistungen.
Der IT-Servicemarkt steht vor einer Bereinigung. Die befragten IT-Serviceanbieter erwarten einen sich verschärfenden Wettbewerb und knappere IT-Budgets bei den Kunden. Die Entwicklung wird Opfer unter den Dienstleistern fordern.
Der IT-Servicemarkt steht vor einer Bereinigung. Die befragten IT-Serviceanbieter erwarten einen sich verschärfenden Wettbewerb und knappere IT-Budgets bei den Kunden. Die Entwicklung wird Opfer unter den Dienstleistern fordern.
Foto: Berlecon Research

Einer Marktanalyse von Berlecon Research zufolge lagen die Tagessätze im IT-Projektgeschäft des vergangenen Jahres durchweg unter den Werten für das Jahr 2006. Der Einschätzung liegt eine Befragung von 113 IT-Dienstleistern mit mindestens 50 Mitarbeitern in Deutschland zugrunde. Der Rückgang der Tagessätze erstreckt sich über sämtliche Anforderungsprofile. Auffallend ist der Druck auf die Preise auch bei Aufgaben mit vergleichsweise hohem Anforderungsprofil wie etwa im Projekt-Management und in der SAP-Beratung, so Berlecon in einer Analyse.

Die IT-Serviceanbieter befürchten eine weitere Verschlechterung des Marktumfelds. So rechnen mehr als zwei Drittel der Befragten mit sinkenden IT-Budgets bei den Anwendern. Mehr als drei Viertel erwartet eine höhere Preissensitivität der Kunden. Dem Markt steht zudem aggressiverer Wettbewerb bevor, der das eine oder andere Opfer unter den Anbietern fordert. "Der eingeengte finanzielle Spielraum auf Kundenseite sorgt für eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs im IT-Service-Umfeld und erhöht den Konsolidierungsdruck", erklärte Andreas Stiehler, Director Research bei Berlecon. "Kein Wunder also, dass jeder zweite IT-Dienstleister davon ausgeht, dass Anbieter aus dem Markt ausscheiden."

Ungeachtet des schwierigen Marktumfelds rechnet aber mehr als die Hälfte der Anbieter 2009 mit stabilen oder sogar steigenden Umsätzen und Erträgen. Und selbst für die Preisentwicklung im Jahr 2009 zeigt sich die Branche optimistisch. Allerdings teilen die Marktbeobachter diese Zuversicht nicht. "Zeckoptimismus" nennt Berlecon die positive Aussicht der IT-Servicehäuser hinsichtlich der Preise. "IT-Budgetkürzung auf Kundenseite und steigende Umsätze und Preise auf Anbieterseite passen einfach nicht zusammen", warnte Stiehler. "Gerade für die vielen mittelständisch geprägten IT-Services-Anbieter wird die Luft bei anhaltender Konjunkturflaute dünn werden. Differenzierung ist für sie überlebenswichtig".

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