Tipps von Avanade

Die richtige Implementierung von ERP-Systemen

01.03.2011

Partner, Anwender, Kunden

3. Anbindung an externe Partner
ERP-Systeme für den Einzelhandel sollten nicht nur gängige Bereiche entlang der Supply Chain abdecken, sondern im Bedarfsfall auch externe Dienstleister einbinden können. Beispielsweise eine vor- oder nachgelagerte Schneiderei im Bekleidungshandel, Reparaturdienstleister, Partner für die Lohnbuchhaltung oder die Anbindung an Lieferanten. Dort können Händler Bestände einfach abfragen und Lieferzeiten kalkulieren, wollen sie Ware nachbestellen. Über Standardschnittstellen bieten sämtliche am Markt verfügbare ERP-Lösungen diese Möglichkeit an.

4. Fokus auf den Anwender
Lange Einarbeitungszeiten sind im Einzelhandel oft nicht möglich. Händler sollten daher darauf achten, dass die Bedienung des ERP-Systems so einfach und intuitiv wie möglich gestaltet ist. Da das Kassen- mit dem Warenbestandssystems verknüpft ist, müssen nicht nur Entscheider und Filialleiter, sondern auch Verkäufer und Kassierer mit dem System umgehen können. Ein großer Vorteil: Verkäufer können über Terminals und Kassen auf einen Blick erkennen, ob und in welcher Größe, Farbe und Ausführung ein Produkt noch vorhanden ist - sei es im Lager, bei einer anderen Filiale oder beim Lieferanten. Sollte der Artikel nicht mehr im Lager verfügbar sein, kann der Mitarbeiter über das System einen sofortigen Bestellvorgang auslösen. Dies spart Zeit, weil die telefonische Nachfrage entfällt.

5. Fokus auf den Kunden
Analyse Käuferverhalten: Durch den Einsatz einer ERP-Lösung ist es zudem möglich, Käuferverhalten zu analysieren und kundenfokussierte Kennzahlen zu erheben. Bietet ein Händler beispielsweise Rabatt- oder Kundenkarten an, die der Konsument bei jedem Einkauf vorzeigt, können diese Daten vom System ausgewertet und damit wiederum Verkaufsförderungsmaßnahmen abgeleitet werden.

Marketingmaßnahmen: Den Kunden auch über den Point of Sale (PoS) zu binden, wird im Einzelhandel immer wichtiger. Hierzu bieten sich etwa Coupon- und Rabattaktionen an. Diese Aktionen lassen sich über eine ERP-Lösung einfach realisieren. Die Unternehmenszentrale oder die Filiale selbst kann über das Warenwirtschaftssystem derartige Verkaufsförderungsmaßnahmen sowie die Preisgestaltung von Waren steuern und anpassen. Händler sollten auch darauf achten, dass sie Aktionen, die nur für bestimmte Gebiete und zu bestimmten Zeiträumen gelten sollen, über das ERP-System steuern können. Dies erlaubt eine lokalisierte Ansprache der Konsumenten.

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