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06.06.2007

Elektronik ist Thema Nummer eins im Web 2.0

Michael Schidlack verantwortet den Kompetenzbereich CE & digital Home bei Bitkom. Für uns beleuchtet er regelmäßig den CE-Markt in Deutschland und zeigt auf, wie der Fachhändler mit CE erfolgreich sein kann.

Web-2.0-Anwendungen wie etwa Online-Foren boomen. Dass nicht nur der (klassische) E-Commerce, sondern die im Web 2.0 aktiv generierten Beiträge von Endkonsumenten in Foren und Blogs inzwischen massive Auswirkungen auf das Tagesgeschäft der CE-Branche haben können, ist vielen Fachhändlern jedoch noch zu wenig bewusst. Dabei wächst der Anteil der Kunden stetig, die sich nicht nur vor dem Kauf im Internet informieren, sondern auch danach Erfahrungen austauschen. So wurden allein in Deutschland über 50 Millionen Beiträge alleine von CE-Kunden über CE-Produkte bislang ins Netz gestellt - mit positiven wie negativen Inhalten. Die Einträge drehen sich vor allem um die Kernbereiche Preis, Service- und Produktqualität.

Damit sind Elektronikartikel (braune Ware einschließlich Computer- und Telekommunikationsprodukten) eindeutiger Diskussionsfavorit im Web 2.0 - weit abgeschlagen folgt das Thema Automobile (26 Prozent der Einträge), auf Platz 3 stehen Kundenmeinungen zu Getränken, Lebensmitteln und Genussmitteln (neun Prozent). Die Daten wurden in einer gemeinsamen Studie von Bitkom und ethority GmbH & Co KG (Hamburg) systematisch analysiert und kategorisiert.

Innerhalb der klassischen braunen Ware (ohne PC und Telekommunikationsprodukten) zählen tragbare Audio-player - vor allem MP3-Player. Flachbildschirme sind in nur 7,9 Prozent der Fälle beteiligt, obwohl sie die größte Umsatzbedeutung haben.

Es zeigt sich, dass vor allem jüngere Verbraucher sowie Kunden von E-Commerce-Anbietern besonders aktiv online diskutieren. So stammt jeder zweite Beitrag von einem Online-Shopper, auf Platz 2 folgen Verbraucher, die ihre Geräte bei Lebensmitteldiscountern gekauft haben (25 Prozent). Platz 3 nehmen die Kunden von Konzernfilialisten ein (zirka 21 Prozent). Fachhandelskunden und die Kunden übriger Vertriebsformen hingegen sorgen nur für vier Prozent der Diskussionsbeiträge.

Das Hintergrundrauschen in den Diskussionsforen und die tatsächlichen Marktanteile der Vertriebsformen sind somit mit den realen Marktanteilsverhältnissen nicht identisch. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass sich im Netz inzwischen eine ganz eigene Community herausbildet, die zunehmende Spuren eines sich wandelnden Konsumverhaltens trägt. So achten diese Kunden auch bei ihren Kaufentscheidungen immer mehr auf Empfehlungen aus dem Web, was sicherlich Auswirkungen auf die klassische Print-Werbung und TV/Radiowerbung haben wird.

Bitkom empfiehlt dem Fachhandel in diesem Zusammenhang mittels geeigneter Suchmaschinen oder aber durch direkten Aufruf relevanter Foren, auf Einträge über die eigene Firma zu achten und die dort geäußerten Kundenmeinungen für die eigene Weiterentwicklung und das interne Qualitätsmanagement zu nutzen.

Hier eine Auswahl der häufig frequentierten Foren- Websites: www.hifi-forum.de, www.discountfan.de, testbericht.guenstiger.de, ciao.de, www.heimkino.net, forum.digitalkamera.de, www.telefon-treff.de, www. pcwelt.de, forum.digitalfernsehen.de, www.chip.de, www.inside-handy.de, forum.golem.de, www.forumla.de, www.audiomap.de. GO