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28.10.2015 - 

Erfahrungsbericht

iPad Pro – ein erster Test

Ole Leitloff und Davide Price
Das neue iPad Pro mit seinem riesigen Display hat uns beeindruckt und verwirrt. Klasse Design, cooles Zubehör – aber wer soll es kaufen?

Während Apples Präsentation am 9. September haben unsere US-Kollegen das neue iPad Pro ausprobiert. Hier ihr erster Erfahrungsbericht plus alle bisher bekannten Fakten über technische Daten, neue Funktionen, Preise und Zubehör.

Gerät und Design

Apple iPad Pro
Apple iPad Pro
Foto: Apple

Das iPad Pro folgt grundsätzlich dem Design des iPad Air 2, aber in deutlich größerem Maßstab. Die Ausrichtung, das Material, der Rand etc. sind der Größe angepasst, während die Position der Knöpfe, des Lightning- und Headset-Anschlusses und des mit Touch-ID ausgestatteten Home-Buttons die gleichen sind, wie die es kleineren iPad Air 2. Im ersten Eindruck finden die Kollegen „das iPad Pro deutlich größer [als das Air 2], es fühlt sich jedoch nicht unausgewogen oder komisch an. Ich konnte es bequem halten, aber - und mir ist klar manche werden sich darüber lustig machen – ich wünsche mir einen Ständer wie für das Surface Pro.“

Abgesehen von der größeren Bildschirmfläche gibt es einige Unterschiede: So hat das neue iPad Pro vier Lautsprecher, im Gegensatz zu den zwei Lautsprechern des iPad Air 2 (die zu nahe beieinander sind, um einen räumlichen Effekt zu haben). Das führt zu deutlich mehr Lautstärke und Apple behauptet, das Gerät sei intelligent genug die Balance zwischen den vier Lautsprechern für eine gleichmäßige Wiedergabe automatisch anpassen zu können, egal wie man das iPad Pro hält.

Im lauten Demo-Raum ieß sich das nicht wirklich testen, weshalb unser Urteil noch aussteht.

Es gibt eine neue Schnittstelle auf der linken Seites des iPad Pro. Dieser Smart Connector dient zum Verbinden des neuen Smart Keyboard. Man weiß noch nicht, ob Dritthersteller eigenes Zubehör für die Smart-Connector-Schnittstelle anbieten werden, aber es ist sehr wahrscheinlich.

Das Display

Das iPad Pro hat ein 12,9-Zoll-Display. Im Vergleich dazu verfügt das iPad Air über einen 9,7-Zoll-Monitor und das iPad Mini bietet ein 7,9-Zoll-Display. Das entspricht 78 Prozent mehr Bildschirmfläche im Vergleich zum nächstgrößeren iPad.

Die Darstellung des Display ist angenehm scharf und hat eine Auflösung von 2732 x 2048 Pixel, der größten Anzahl bei einem iOS-Gerät bisher. Das entspricht derselben Pixeldichte – 264,68 Pixel pro Zoll (ppi) wie der des iPad 2, allerdings über einen deutlich größeren Bildschirm hinweg.

Mit insgesamt 5,6 Millionen Pixel hat das iPad Pro mehr Pixel als das 15-Zoll Retina-Macbook Pro, verkündet Apple stolz. Und es soll wenig Energie kosten. So kann das iPad Pro die Bildwiederholfrequenz entsprechend den Bewegungen auf dem Display anpassen. „Zum ersten Mal weiß eines unserer Geräte, wann der Bildschirminhalt statisch ist und reduziert die Wiederherstellungsrate um die Hälfte auf 30 Mal pro Sekunde. Das bedeutet, dass der Monitor nicht nur groß, schön und hell ist, er ist auch unglaublich energieeffizient,“ so Apple.

Es klingt so, als sei das Display auch reaktionsschnell: Die Kollegen waren beeindruckt von der Reaktionsgeschwindigkeit von iOS 9 auf diesem Tablet, während sie die Seitenleiste hervorgeholt und den geteilten Bildschirm aktiviert hatten.

Neue Funktionen: Lautsprecher

Wie zuvor bereits erwähnt, bietet das iPad Pro vier Lautsprecher, statt der zwei des iPad Air 2. Das sind gute Neuigkeiten – ein Quad-Lautsprecher-Design steht schon lange auf der Wunschliste von iPad-Besitzern, wenn man die traditionell schwache Audioqualität der Geräte bedenkt.

Das iPad Pro hat nicht nur eine größere Anzahl an Lautsprechern, ein neues Gehäuse ermöglicht den Lautsprechern des Pro einen höheren Frequenzbereich und drei Mal mehr Akustik im Vergleich zu vorherigen iPad-Modellen.