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Was Anwender beachten müssen

Mit S/MIME gegen Phishing

Andreas Brix ist Partneraccount Manager D-A-CH bei GlobalSign
Die Verschlüsselungstechnologie S/MIME ist eine effektive Waffe gegen verschiedene Arten von Phishing. Wenn es aber darum geht, S/MIME praktisch einzusetzen, taucht meist eine Reihe von Fragen beim Anwender auf.
S/MIME ist eine effektive Waffe gegen verschiedene Arten von Phishing-Angriffen.
S/MIME ist eine effektive Waffe gegen verschiedene Arten von Phishing-Angriffen.
Foto: wk1003mike - shutterstock.com

S/MIME, oder Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions, ist eine relativ bekannte Technologie um E-Mails zu verschlüsseln. S/MIME basiert auf asymmetrischer Verschlüsselung , um E-Mails vor unerwünschtem Zugriff zu schützen. Zusätzlich dient S/MIME dazu E-Mails digital zu signieren, um den legitimen Absender einer Nachricht als solchen zu verifizieren. Das macht S/MIME zu einer effektiven Waffe gegen verschiedene Arten von Phishing-Angriffen.

Das ist, kurzgefasst, worum bei S/MIME geht. Wenn es allerdings darum geht, S/MIME praktisch einzusetzen, taucht meist noch eine Reihe von Fragen beim Anwender auf.

"Unser E-Mail-Server ist bereits verschlüsselt. Reicht das nicht?"

E-Mail-Server mit digitalen Zertifikaten zu verschlüsseln ist ein erster Schritt. Dadurch wird verhindert, dass Außenstehende sich zwischen E-Mail und Mail-Server schalten und dort sensible Daten abfangen. Darin liegt auch gleichzeitig die Begrenzung. Die digitalen Zertifikate, die den Server verschlüsseln, schützen nämlich nicht unbedingt die E-Mails selbst. Im Prinzip sind E-Mails auf dem Weg zu und von einem verschlüsselten Server geschützt. Das hindert Hacker nicht daran, in ein E-Mail-System zu gelangen und dort die Nachrichten zu öffnen. Oder auf Nachrichten zuzugreifen, wenn sie andere Server durchlaufen. Während die E-Mails zum betreffenden Server übertragen werden sind sie gut geschützt. Aber ruhende E-Mails oder andere Punkte der Übertragung liegen weiterhin offen.

Das konnten wir bei einem Angriff in jüngster Zeit beobachten. Mitten in den US-Wahlen 2016 wurden fast 20.000 E-Mails des Democratic National Committee gestohlen. Der Hacker war in den unverschlüsselten Posteingang des DNC eingedrungen. Die E-Mails, die die vermeintliche Präferenz des DNC für Senator Bernie Sanders enthüllten, wurden anschließend bei WikiLeaks veröffentlicht. Einige Experten werteten den Angriff als den Punkt, an dem der eigentliche Niedergang von Hillary Clinton begann, der sie schließlich den Wahlsieg kostete. Wären die einzelnen E-Mails - etwa mit S/MIME - verschlüsselt worden, wäre der Inhalt unzugänglich gewesen.

"Wie genau verschlüsselt S/MIME die E-Mails?

S/MIME basiert auf asymmetrischer Verschlüsselung und verwendet ein Paar mathematisch verknüpfter Schlüssel - einen öffentlichen Schlüssel und einen privaten Schlüssel. Es ist rechnerisch nicht machbar, den privaten Schlüssel zu finden, wenn man von einem öffentlichen Schlüssel ausgeht. E-Mails werden mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers verschlüsselt. Die E-Mail kann nur mit dem entsprechenden privaten Schlüssel entschlüsselt werden, der im alleinigen Besitz des Empfängers sein sollte. Wenn der private Schlüssel nicht kompromittiert wird, kann man sicher sein, dass nur der legitime Empfänger auf sensible Daten zugreifen kann.

Wer noch daran zweifelt, dass E-Mail-Verschlüsselung eine sinnvolle Sache ist, der lässt sich vielleicht von einem prominenten Befürworter überzeugen. Der Whistleblower Edward Snowden ist einer ihrer Verfechter. Im Laufe der Jahre haben auch diverse große Unternehmen die Bedeutung der E-Mail-Verschlüsselung erkannt. Google verschlüsselt bereits die an Gmail gesendeten Nachrichten, Facebook und AOL tun es Google bei der Verschlüsselung ihrer E-Mails gleich. Selbst Microsoft, ein Unternehmen, das ein breites Spektrum von Mail-Diensten hostet, hat bereits Konten mit E-Mail-Verschlüsselung gesichert. Neben der Verschlüsselung bietet S/MIME zusätzlich die Möglichkeit E-Mails zu signieren.

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