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02.06.2014 - 

Apple-Händler im Sanierungsverfahren

mStore schließt drei Filialen

Experte in Sachen E-Commerce und Retail, Buchautor, veröffentlicht regelmäßig Beiträge im Webblog Exciting Commerce, dem Online-Portal Location Insider sowie bei weiteren Fachpublikationen
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Bei dem von der Zahlungsunfähigkeit bedrohten Apple-Händler mStore wurde das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Als erste Maßnahme schließt die Handelskette ihre Standorte in Berlin-Spandau, Halle-Leipzig und Essen.
Die mStore-Filiale in Essen gehört zu den ersten vom Sanierungsverfahren der Kette betroffenen Standorten
Die mStore-Filiale in Essen gehört zu den ersten vom Sanierungsverfahren der Kette betroffenen Standorten

Der von der Zahlungsunfähigkeit bedrohte Apple-Händler mStore versucht das hässliche Wort "Insolvenz" zu vermeiden und hat deshalb Ende Februar ein sogenanntes "Eigenverwaltungsverfahren" eingeleitet - was aber auch dazu führt, das Neuigkeiten über Fortschritte bei der Sanierung des angeschlagenen Unternehmens nur sehr schwer zugänglich sind. Nun hat sich die M&M:Trading! Medienkommunikation & Multimedia Marketing mbH - so der amtliche Name der als mStore bekannten Kette - mit einer Mitteilung zum Verlauf des Verfahren gemeldet.

Demzufolge beginnt nach der Erstellung eines Restrukturierungsplans nun die eigentliche Restrukturierung des Unternehmens. Dazu wurde am 2.6.2014 das Verfahren in Eigenverwaltung unter der einstimmigen Zustimmung der Gläubigerversammlung eröffnet. Als ersten Schritt hat das Unternehmen mit Wirkung ebenfalls zum 2. Juni drei Filialen von mStore in Berlin-Spandau, Halle-Leipzig und Essen geschlossen.

Wie mStore mitteilt, habe sich die Unternehmensführung für die Schließung der Filiale in den Spandau-Arcaden aufgrund der sinkenden Besucherfrequenz in den Arcaden um fast 40 Prozent in den vergangenen Monaten entschieden. Der mStore Essen im ECE Shopping Center am Limbecker Platz sei durch die steigenden Mieten unrentabel geworden. Und im mStore Halle-Leipzig im Einkaufszentrum nova|eventis stehe hingegen ein großer Umbau in den kommenden Jahren an, durch den bis zu 100 Ladengeschäfte geschlossen und die Besucherzahlen zurückgehen würden.

"Leider waren diese Filialen nicht weiter für unser Unternehmen tragbar. Wir mussten uns deshalb schweren Herzens von den drei Ladengeschäften trennen", erläutert Martin Willmann, Geschäftsführer von mStore, die Vorgehensweise. Bisherige Kunden der drei geschlossenen Ladengeschäfte könnten in den umliegenden Filialen die ihnen bekannten Service- und Reparaturleistungen der von Apple zertifizierten Mitarbeiter in Anspruch nehmen. Auch bestehende und zukünftige Aufträge würden dort weiterhin ausgeführt.

Weitere Konsolidierungen möglich

"Mit dem Vertrauen unserer Kunden und Lieferanten in das Unternehmen, dem Engagement unserer Mitarbeiter und der guten Zusammenarbeit mit dem Sachwalter sowie dem Gericht werden wir in den kommenden drei Monaten das Unternehmen wieder handlungsfähig machen", ist Martin Willmann überzeugt. Ein erster Schritt dazu sei die Schließung der drei Filialen sowie die Fortführung des inzwischen ausgearbeiteten Sanierungsplans. Zudem könnten im Verlauf des Sanierungsverfahrens auch weitere Konsolidierungen fällig werden.

Doch auch gegenläufige Signale hält Willmann für vorstellbar: "Es ist außerdem nicht auszuschließen, dass wir auch in Zukunft von Übernahmen berichten können. Es gibt für uns relevante Standorte, die uns beim Ausbau unseres Shopintegrierten Systemhauses helfen können. Hierauf liegt der Fokus unserer Restrukturierung als ein auf Service für den Kunden fokussierter Fachhändler", berichtet Martin Willmann über die weiteren Pläne. mStore befinde sich außerdem auf der Suche nach einem strategischen Partner oder Investor der dabei helfe, die Stärken des Shopintegrierten Systemhauses weiter auszubauen. Jedoch werde dieser außerhalb des Retail- und Mobilfunkbereichs gesucht - was als Absage an Wettbewerber wie z.B. die gerade auf Expansionskurs befindliche Apple-Kette Gravis verstanden werden kann.

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