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31.07.2006

Neue niederländische Mutter

Mit Fritz & Macziol wechselt das zehntgrößte Systemhaus in Deutschland seinen Besitzer. Der bisher in Deutschland unbekannte niederländische Technologiekonzern Imtech übernimmt das Ulmer Unternehmen. Fritz & Macziol plant seine Position im deutschen Markt auszubauen.

Von Damian Sicking

Wer in diesen Tagen mit Heribert Fritz telefoniert, der spürt sofort: Dieser Mann steht unter Dampf. "Wir haben Lust auf die Zukunft!", sagt der Gründer und Geschäftsführer des Systemhauses Fritz & Macziol (FuM) gegenüber ComputerPartner. Der Grund für den Energieschub des Vertriebsmannes: Soeben haben er und seine Mitgesellschafter das Unternehmen an die niederländische Imtech N.V. verkauft, ein Technologiekonzern mit 15.000 Mitarbeitern und 2,4 Milliarden Euro Umsatz.

Imtech (www.imtech.nl), das über den Geschäftsbereich ICT in den Niederlanden ein Systemhaus und ein Softwarehaus mit einem Gesamtumsatz von etwa 500 Millionen Euro betreibt, hatte schon länger ein Auge auf den deutschen Markt geworfen. Die Niederländer haben die Vision, einer der europaweit führenden Partner von IBM und Microsoft (Navision/MS Dynamics) zu werden. Da passt Fritz & Macziol (www.fum.de) gut ins Konzept. Über den gemeinsamen Industriepartner IBM lernte man sich kennen, das war immerhin schon vor 15 Monaten.

FuM-Geschäftsführer Heribert Fritz betont, dass sein Unternehmen die neuen Freunde aus Holland nicht als Wachstumsfinanzierer braucht. "Das hätten wir auch aus eigener Kraft geschafft", sagt er. Der Vorteil, dass das Ulmer Systemhaus jetzt eine Mutter "mit Schmackes" (Heribert Fritz) im Rücken habe, liege vor allem darin, dass Fritz & Macziol nun bei der Konsolidierung der Systemhauslandschaft in Deutschland eine aktive Rolle übernehmen könne. Mit anderen Worten: Fritz & Macziol wollen die Systemhausübernahmen nicht allein Bechtle überlassen. Einige Wunschkandidaten haben Fritz und seine Kollegen bereits auf einen Zettel geschrieben, überstürzen wollen sie aber nichts. "Erwarten Sie keine Schnellschüsse", sagt er.

Mit dem neuen Status als angestellter Geschäftsführer (mit 5-Jahres-Vertrag) haben die FuM-Altgesellschafter nach eigenen Angaben kein Problem. "Wir haben dieselbe Bewegungsfreiheit wie in der Vergangenheit. Ich kann mir gut vorstellen, noch mindestens 20 Jahre in diesem Unternehmen zu arbeiten", sagt Fritz.

Natürlich haben Mitarbeiter und Kunden nach der Bekanntgabe des Deals mit Imtech erst einmal verdutzt und zum Teil auch verunsichert geguckt. Aber das legte sich rasch wieder, nachdem die FuM-Führung ihnen die Hintergründe des Verkaufs erläutert hatten.