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19.06.2015 - 

All-Flash-Array//m für Rechenzentren

Pure will mit Flash Storage im Channel punkten

Ariane Rüdiger ist freie Autorin und lebt in München.
Mit dem neuen All-Flash-Array//m verändert Pure Storage auch das bisherige Partnermodell. Reseller sollen von langfristigen, stabilen Kundenbeziehungen des Herstellers und vom Integrationsgeschäft profitieren.

Mit der neuen Produktserie FlashArray//m, einem auf zehn Jahre Produktnutzung ausgelegten Lebenszyklusmodell unter der Bezeichnung Evergreen Storage und der Cloud-basierten Managementplattform Pure1 will der All-Flash-Player Pure seine großen Konkurrenten EMC und IBM vom angestammten Terrain verdrängen. Dabei vertreibt der Hersteller vollständig über den Channel, der im deutschsprachigen Raum rund 50 Partner sowie die Distributoren ADN und Arrow umfasst.

"Wir haben uns bisher vor allem auf Software-Innovationen fokussiert, führen aber jetzt innovative Soft- mit innovativen Hardware-Features zusammen", sagt Carlo Wolf, Regional Director Central Europe. FlashArray//m bringt auf drei Höheneinheiten 120 TByte unter und verbraucht dabei etwa 1 kW Strom. Geplant sind in der Serie drei Modelle (//m20, //m50, //m70)), dessen größtes bis 500 Terabyte bei laufendem Betrieb skaliert. Gleichzeitig lassen sich die Geräte auch noch kaskadieren.

Die in dem Chassis steckenden Komponenten, also Speicherkarten, Controller und andere Komponenten sind sämtlich bei laufendem Betrieb auswechselbar. Die Verzögerung beträgt weniger als eine Millisekunde, die interne Bandbreite bis 9 GByte/s. Laut Hersteller werden vom Spitzenmodell //m70 bis zu 300.000 Ein-Ausgabeoperationen mit 32-K-Blöcken bewältigt. Für Ein-/Ausgabemodule sind sechs Slots vorhanden. Die bis zu sechs Ein-/Ausgabemodule unterstützen 8/16 GBit/s FC oder 2*10GBit/s Ethernet.

"Mit Migration auf Flash und neuen Anwendungskonzepten können Partner zusätzliches Geld verdienen“, glaubt Carlo Wolf, bei Pure Storage für die Geschäfte in Zentraleuropa verantwortlich.
"Mit Migration auf Flash und neuen Anwendungskonzepten können Partner zusätzliches Geld verdienen“, glaubt Carlo Wolf, bei Pure Storage für die Geschäfte in Zentraleuropa verantwortlich.
Foto: Pure Storage

In ein Flash-Chassis passen 20 Flash-Module mit 512 GByte, 1 oder 2 TByte Kapazität. Dazu kommen zwei oder vier Module Nonvolatiole RAM (NV-RAM) und zwei redundante Controller. Das Chassis enthält Fabrics für PCIe 3.0, NVMe und 12 GBit/s SAS. Die Geräte benötigen lediglich sechs Kabel, um mit Strom und IT-Infrastruktur verbunden zu werden.

Alle im Enterprise-Bereich üblichen Software-Features wie Deduplizierung, Thin Provisioning, oder Hochverfügbarkeit sind inklusive, für Wartung werden bei vier Stunden Reaktionszeit 20 Prozent vom Produktpreis fällig, für Service am nächsten Geschäftstag 15 Prozent jährlich. Reseller werden prozentual an den Produktverkäufen und Wartungsverträgen beteiligt, wobei die Wartung durch den Hersteller erfolgt.

Pure selbst übernimmt die Fernwartung aller Geräte. Alle 30 Sekunden melden sämtliche Pure-Systeme bestimmte Betriebsdaten wie Füllstand und Temperatur über eine verschlüsselte Verbindung an die Pure-Cloud. Dafür muss keinerlei Software auf den Systemen installiert werden.

"Tritt ein Fehler auf, haben wir deshalb die Systemdaten schon zur Hand und können sehr schnell reagieren", erklärt Wolf. Die Kenndaten von Fehlern in einer Installation werden mit den übrigen installierten Systemen bei anderen Kunden abgeglichen, so dass sich eine ähnliche Fehlerkonstellation dort proaktiv etwa durch das Einspielen eines Patches verhindern lässt.

"Die Hälfte unserer Support-Aktivitäten ist heute schon proaktiv", sagt Markus Grau, Systemingenieur bei Pure. Anwender können über eine Web-Oberfläche auf die in der Cloud gespeicherten Daten ihrer Systeme zugreifen und, wenn erwünscht, von dort aus über gesicherte Verbindungen auch auf die Systeme selbst.

Langfristig planbare Wartungskosten

Pure möchte Anwender von durch überhöhte Wartungspreise erzwungenen Update-Zyklen nach drei oder fünf Jahren befreien: Die Kunden erhalten nach jeweils drei Jahren Wartungsvertrag kostenlos den jeweils aktuellen Controller und die Option, den Wartungsvertrag um weitere drei Jahre ohne Preiserhöhungen zu verlängern. Auch Softwareupdates sind inklusive. Nur Kapazitätsvergrößerungen schlagen kostenpflichtig zu Buche.

Die drei Modelle der Produktserie FlashArray//m.
Die drei Modelle der Produktserie FlashArray//m.
Foto: Pure

Da derzeit die Kapazitäten stark wachsen, gehen wir davon aus, dass wir trotzdem gut verdienen", sagt Wolf. Die Betriebskosten bleiben also über den gesamten Einsatzzeitraum, den Pure derzeit mit zehn Jahren beziffert, berechenbar und können nach Angaben des Herstellers um die Hälfte geringer sein als bei konventionellen Lösungen. Einen ähnlichen Weg hat übrigens kürzlich auch Dell beschritten.

Reseller verdienen mit Pure an eigenen Einsatzkonzepten, beispielsweise für den Ersatz von CAD-Workstations durch zentrale Systeme, ein derzeit aufstrebendes Anwendungsfeld. "Eine Verdienstquelle für Reseller liegt auch darin, Anwendern bei Datenmigration auf Flash und bei der Anpassung ihrer Applikationen an die neue Speicherinfrastruktur zu unterstützen", meint Wolf.

Das bisherige Partnerprogramm "P3" sah die Stufen "Authorized", "Silber" und "Gold" vor. Nun kommt als neue Stufe "Platin" hinzu, während der mit keinerlei Qualifikationsanforderungen belegte Authorized-Status entfällt. Wie viel Umsatz die einzelnen Partnerstufen jeweils erbringen müssen, wollte Wolf nicht verraten, Platin-Partner müssen aber vier Techniker, vier Vertriebsspezialisten und einen Mitarbeiter für die Pure-Installation beim Kunden vorhalten.

Innerhalb der nächsten 24 Monate möchte Pure eine Handvoll Channel-Partner auf diese Stufe heben. Außerdem soll die Händlerbasis "kontrolliert wachsen". Neue Partner sollen möglichst Rechenzentrumserfahrung und Erfahrungen mit VDI, SAP und Applikationsanpassung an neue Infrastrukturen mitbringen. (rw)

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