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19.03.2007

SAP gewinnt erste Referral-Partner

Viele Besucher am SAP-Stand waren doch ein wenig enttäuscht: Die neue, geheimnisumwitterte On-Demand-Lösung - Codename "A1S" - war dort nicht zu sehen. Dennoch sind einige Dienstleister auf der CeBIT SAP-Partner geworden.

Von Dr. Ronald Wiltscheck

Gleich 20 Business-One-Partner stellten mit auf dem SAP-Stand aus. Damit war jeder fünfte SAP-Wiederverkäufer im Bereich "unterer Mittelstand" (10 bis 100 Mitarbeiter) in Hannover mit dabei. Diese SAP-Partner präsentierten ihrer Klientel auf der CeBIT zum Teil brandneue Branchenlösungen. Mit "W-Concept B1 Automotive" zeigte etwa W-Concept ein Business-One-Modul für Automobilzulieferer. Die Portalsoftware "Intrexx Xtreme" ist jetzt ebenfalls für SAP Business One geeignet. Novaline zeigte in Hannover die eigene B1-Zusatzlösung "Digitales Personalbüro", Maring stellte dort "Mari Projekt" vor - ein Ergänzungsmodul für Projektmanagement und -controlling, mit dem auch Reisekosten erfasst werden. Weitere vertikale Lösungen stammen von Straton.

OSC Smart Integration demonstrierte in der niedersächsischen Hauptstadt, wie man SAP Business One mit "All-in-One" koppeln kann. Dass so etwas auch mit der großen ERP-Lösung von SAP funktioniert, stellte Varelmann unter Beweis. Auf Netweaver-Basis entwickelte mobile CRM-Lösungen unter Business One waren auf dem Stand von Uniorg zu sehen. WP Data zeigte, wie Lotus-Domino-Systeme in SAP-Software zu integrieren sind.

Ein B1-"vertical" für den mittelständischen Handel präsentierten die SAP-Partner Kirbis und Rocon Rohrbach gemeinsam auf der CeBIT. Gleich daneben zeigte der Anbieter Bob Controlling-Module für Handel und Produktion. Webshops für Business One waren auf den Ständen von Pages und Dupp zu besichtigen.

An Business One ankoppelbare PPS-Systeme präsentierten Softbrands, Teufel, Dr. Grünberg und Cib. Weitere B1-Module, etwa "Kostenrechnung" und "Qualitätssicherung", stellte Beas in Hannover vor. Eine Performance Suite für Business One kommt vom US-amerikanischen SAP-Partner Paris Technologies; hier agiert Infinitas als deutscher Vertreter.

AIS kommt erst im Laufe des Jahres

Noch nicht zu sehen auf der CeBIT war hingegen die geheimnisumwitterte On-Demand-Lösung "A1S". Zwar gibt es schon einige Pilotkunden, die "sich diese Lösung gemeinsam mit SAP anschauen", aber noch ist unklar, wann diese Early Adopters damit in Produktivbetrieb gehen. Erst im zweiten Quartal 2007 möchte SAP dazu mehr sagen.

So viel sickerte aber bereits durch: A1S wird im ersten Schritt von SAP direkt vermarktet und gehostet. Ob Partner später dazustoßen können, ist derzeit noch unklar. Als Zielkunden hat SAP dabei Unternehmen im Visier, die mit einer standardisierten, nicht individualisierbaren ERP-Lösung zufriedenzustellen sind. Und das sind beileibe nicht nur Kleinstfirmen. So hat beispielsweise Andreas Naunin, Leiter des Unternehmensbereichs Mittelstand bei SAP Deutschland, auf der CeBIT mit Unternehmen gesprochen, die Millionen umsetzen und dennoch weiterhin mit Excel ihr Lager verwalten. Auch Datev-Kunden kämen seiner Meinung nach als A1S-Abnehmer in Frage.

Andere potenzielle Anwender der On-Demand-Lösung könnten Betriebe sein, die ihre Fertigung ins Ausland verlagern. Dann bräuchte man dort vor Ort keine eigene IT-Infrastruktur, und die Geschäftsdaten könnten dennoch erfasst und bearbeitet werden. Sobald diese Mittelständler sich jedoch durch ihre Geschäftsprozesse von ihren Mitbewerbern differenzieren möchten, benötigen sie laut Naunin eine lokal installierte, individuell konfigurierbare ERP-Lösung, eben Business One oder All-in-One.

Erste Referral-Partner

Das kurz vor der CeBIT verabschiedete Referral-Partner-Programm - ChannelPartner berichtete darüber in Ausgabe 11/07, Seite 8 - trägt erste Früchte. An den ersten zwei Messetagen unterschrieben gleich zwei Interessenten den zugehörigen Vertrag. Es handelt sich dabei um reine Beratungsunternehmen, die mit SAP geschäftlich nicht verbandelt waren. Diese Auskunft erteilte der SAP-Manager Jürgen Kleinsteuber in Hannover.

Und die Ziele des Channel-Chefs sind äußerst ehrgeizig: Innerhalb der nächsten zwölf Monaten möchte er 100 Referral-Partner allein in Deutschland gewinnen. Dabei hat Kleinsteuber auch die großen Systemhäuser im Visier. Diese könnten sich als Tippgeber neue Geschäftsfelder erschließen. Und jeder dieser Partner sollte im Schnitt zwei neue Business-One-Kunden mitbringen, so der SAP-Manager.

Allerdings glaubt Kleinsteuber nicht, dass sich viele Referral-Partner tatsächlich zum Vertrieb von Business One entschließen werden: "Das ist zwar prinzipiell möglich, dürfte aber eher die Ausnahme sein."