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03.04.2006

Update: Auswirkungen der Alcatel-Lucent-Fusion auf Deutschland

Kommt es zur transatlantischen Ehe zwischen Alcatel und Lucent, so dürfte dies auch Auswirkungen auf die Unternehmensstandorte in Deutschland haben.

Nach einer Fusion der beiden Unternehmen wäre Lucent auch in Deutschland im Vergleich zu Alcatel nur der kleinere Partner. Während die Franzosen hierzulande 5600 Mitarbeiter haben, zählt die Lucent-Belegschaft nur 1400 Beschäftigte. Dabei steuerte die deutsche Lucent-Dependance im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 400 Millionen Euro zur Konzernbilanz bei. Alcatel Deutschland erwirtschaftete dagegen einen Umsatz von rund 1,32 Milliarden Euro.

Unabhängig von der Bedeutung Deutschlands als TK-Markt sind die hiesigen Standorte für beide Konzerne als Forschungs- und Entwicklungszentren (F&E) von strategischer Bedeutung. So ist Nürnberg für Lucent der größte Bell-Labs-Standort außerhalb der USA, der 1996 aus der Philips Kommunikations Industrie (PKI) hervorging. Auf einer Fläche von mehr als 20.000 Quadratmetern forschen in Nürnberg 1250 Mitarbeiter an hochbitratigen optischen Übertragungssystemen, wobei sie die weltweite Entwicklungsverantwortung im Konzern haben. Zudem war die Nürnberger Denkfabrik sehr aktiv in die UMTS- und HSDPA-Entwicklung involviert. Ferner arbeitet man in Franken im Access-Bereich. Neben Nürnberg unterhält Lucent hierzulande noch Standorte in Bonn sowie Neu-Isenburg.

Bei den Franzosen steht Deutschland als Entwicklungsstandort ebenfalls hoch im Kurs. Stuttgart ist mit 1600 Ingenieuren nicht nur eines von sechs weltweiten Forschungszentren, sondern auch der zweitgrößte F&E-Standort des Konzerns. Schwerpunktmäßig forschen die Schwaben auf den Gebieten breitbandige Zugangsnetze, optische Netze, Interaktionstechnologien, Funktechnologien sowie Mikroelektronik. Gleichzeitig ist die Schwabenmetropole Hauptsitz der Alcatel Deutschland GmbH, deren Firmengeschichte bis ins Jahr 1879 zurückreicht. Weitere Standorte sind Arnstadt, Berlin, Bonndorf und Hannover.

Angesichts der sich überschneidenden Forschungsgebiete Optische Netze, Access-Technologien und Funknetze spekulieren Branchenkenner bereits darüber, ob ein Großkonzern Alcatel-Lucent hierzulande Entwicklungskapazitäten abbauen würde. (hi)

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