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20.06.2007

UPDATE: Einigung im Personalstreit bei der Telekom

(NEU: Details, Hintergrund)

(NEU: Details, Hintergrund)

Von Stefan Paul Mechnig

Dow Jones Newswires

BAD NEUENAHR (Dow Jones)-Nach einwöchigen Verhandlungen haben die Deutsche Telekom AG und die Gewerkschaft ver.di eine Einigung im Konflikt um den Personalumbau des Konzerns erzielt. Das gaben beide Seiten am Mittwochmorgen am Verhandlungsort in Bad Neuenahr bekannt. Die Gehälter der 50.000 Festnetz-Mitarbeiter, die ab Juli in Tochtergesellschaften ausgegliedert werden, sollen demnach um 6,5% sinken. Die Telekom leistet jedoch dreieinhalb Jahre lang Ausgleichszahlungen, womit die Einschnitte abgefedert werden.

Die Arbeitszeit soll um vier auf 38 Stunden pro Woche erhöht werden. Eine halbe Stunde davon können die Beschäftigen für die eigene Weiterbildung verwenden. Bis Ende 2012 soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Ferner vereinbarten die Telekom und ver.di einen Auslagerungsschutz für die betroffenen Mitarbeiter bis Ende 2010. Die Einstiegsgehälter in den drei geplanten Servicegesellschaften sollen deutlich gesenkt werden. Sie kämen damit auf ein wettbewerbsfähigeres Niveau, sagte Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger. Auf der anderen Seite könnten so über 4.100 Auszubildende eingestellt werden.

Mit den vereinbarten Schritten hat die Telekom nach Sattelbergers Worten ihr Sparziel erreicht. Man liege "gut im Zielkorridor" von 500 Mio bis 900 Mio EUR. Genauere Angaben wollte der Manager nicht machen. Die Arbeitszeiterhöhung erlaube einen "kräftigen Produktionszuwachs". Zudem werde der Service flexibler, weil künftig in den Call-Centern und in den technischen Bereichen, für die die neue Vereinbarung gilt, auch Samstag gearbeitet werde.

Sattelberger nannte den Kompromiss insgesamt ein "unternehmerisches Konzept" aus traditionellen tarifpolitischen und modernen personalpolitischen Elementen, das helfe, Wachstum bei der Telekom zu fördern. Der Bonner Konzern leidet im deutschen Festnetzgeschäft unter rückläufigen Umsätzen und hohen Kundenverlusten.

Ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder sagte, man werde der Großen Tarifkommission die Annahme des Kompromisses empfehlen. Das Gremium tritt am Vormittag in Köln zusammen. Für die kommende Woche sei eine Urabstimmung vorgesehen. Ver.di hatte vor mehr als fünf Wochen zu einem unbefristeten Streik gegen die Telekom aufgerufen, an dem sich täglich bis zu 15.000 Mitarbeiter beteiligt hatten. Schröder hob als wichtigstes Ergebnis hervor, dass es bei den Beschäftigten vorerst "keinen Griff in den Geldbeutel" geben werde.

Webseiten: http://www.telekom3.de,

http://www.verdi.de

-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 ? 13 87 213,

TMT.de@dowjones.com

DJG/stm/jhe

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