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18.12.2007

UPDATE2: Software AG hebt EBIT-Margenziel auf 23% bis 24% an

(NEU: Weitere Details, Brasilien-Geschäft, Übernahmevorhaben)

(NEU: Weitere Details, Brasilien-Geschäft, Übernahmevorhaben)

Von Markus Klausen

DOW JONES NEWSWIRES

DARMSTADT (Dow Jones)--Die Software AG hat ihre Bandbreite für das Margenziel 2008 nach einem gewonnenen Rechtstreit angehoben und ein deutliches Umsatzwachstum in Aussicht gestellt. Statt wie bisher mit einer EBIT-Marge von 23% rechnet das Darmstädter Softwareunternehmen nun mit einer Marge von 23% bis 24%. Auch beim Umsatz zeigt sich das TecDAX-Unternehmen optimistisch. Hier wird ein Wachstum von 22% bis 25% gesehen. Noch für das laufende Jahr kündigte der Softwareanbieter eine "kleinere" Übernahme an.

Am Markt werden die Informationen positiv aufgenommen: Nachdem die Aktie am Vormittag bereits mit rund 4% im Plus notierte, kann das Papier die Gewinne im Handelsverlauf weiter ausbauen. Um 11.46 Uhr liegt der Anteilsschein an der Börse in Frankfurt bei 57,28 EUR, das ist ein Plus von 4,6%.

Der Rechtstreit der Software AG und Consist, bei dem es um Vetriebsrechte in Brasilien ging, wurde zu Gunsten des deutschen Unternehmens entschieden. Nach dem Urteil war die seitens der Software AG ausgesprochene Kündigung der Vertriebsvereinbarung mit Consist rechtmäßig. Gegen die Kündigung des Vertrags, der auf eine Vereinbarung zwischen dem deutschen Unternehmen und Consist aus dem Jahr 1975 zurückgeht, hatte der Vertriebspartner geklagt.

Außerordentliche Kosten im Zusammenhang mit dem Markteintritt in dem Land fallen nach der Entscheidung für das deutsche Unternehmen nicht mehr an, heißt es in der Mitteilung, die in der Nacht zum Dienstag veröffentlicht wurde. Die Software AG könne nun wie ursprünglich geplant ab Jahresbeginn einen Direktvertrieb auf dem brasilianischen Markt starten.

Die Gerichtsentscheidung sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg, das Umsatzziel von 1 Mrd EUR zu erreichen. Mit der Entscheidung des US-District Court for the Southern District New York könne das Umsatzziel nun vor 2011 erreicht werden. Das Unternehmen erzielte 2006 Erlöse von 483,0 (2005: 438,0) Mio EUR.

Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Streibich bezeichnete die Entscheidung des New Yorker Gerichts als einen "weiteren wesentlichen Schritt in unserer geographischen Expansion, nach erfolgreichen Markteintritten in Mittelamerika, Japan, Südafrika und dem mittleren Osten".

Für die kommenden Jahre rechnet Streibich in Brasilien mit einem überproportionalen Wachstum. So soll der Umsatzbeitrag des Geschäfts 2008 bei 20 Mio bis 30 Mio USD liegen. 2009 könnten Erlöse von bis zu 50 Mio USD erzielt werden. Langfristig sieht das Unternehmen seinen Anteil in dem Land bei 100 Mio USD.

Brasilien ist der größte IT-Markt Lateinamerikas. Das Geschäft mit Großrechnern verzeichnet laut Mitteilung seit 2003 eine jährliche Wachstumsrate von 27%. Damit ist das Land in US-Dollar gemessen heute der fünftgrößte Großrechnermarkt der Welt. Neben Brasilien ist Argentinien der nächst größere Markt in der Region für das deutsche Unternehmen. Wie bisher in Basilien ist Consist hier der exklusive Vertriebspartner der Software AG.

Consist International ist ein Systemhaus mit Sitz in New York, dessen Aktivitäten laut Webseite einen besonderen Schwerpunkt in Südamerika haben. In Europa in die MaK DATA SYSTEM die bedeutendste Tochter der Consist Gruppe.

Angesprochen auf die Akquisitionsstrategie sagte Streibich, dass permanent Ausschau nach Übernahmekandidaten gehalten wird. Nach dem Kauf des US-Softwareunternehmen Webmethods Inc will das Darmstädter Unternehmen auch weiterhin durch Übernahmen wachsen. Gegen Jahresende sei noch mit etwas "kleinem" zu rechnen, sagte der Vorstandsvorsitzende zu Dow Jones Newswires.

Webseite: http://www.software-ag.de http://www.consist.com/ - Von Markus Klausen, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69 29 725 108, markus.klausen@dowjones.com DJG/kla

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