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31.07.2006

Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß!

Die Füße in der wassergefüllten Plastikwanne, der Standventilator kurz vorm Abheben, und draußen vor der Ladentür herrscht die sirrende Hitze, wie sie von den Italowestern des vergangenen Jahrtausends bekannt ist. Fehlen bloß noch die abgerissenen Dornenbüsche, die vom Sandsturm getrieben über die Hauptstraße des kleinen pfälzischen Dorfes wirbeln. In so einer Situation kannst du alles gebrauchen, außer Arbeit in Form von Telefonklientel. Klar habe ich mich um abgestürzte Spiele-PCs der Retail-Edelmarken zu kümmern, die Müllmänner machen ihren Job ja auch. Aber am Telefon erste Hilfe für den hitzekranken Hertzboliden zu leisten, bei gleichzeitig latentem Hitzekoller auf beiden Seiten, fordert schon sämtliche Erfahrungswerte von dreißig Jahren Dienstleistung. Nun sind halt wichtige Verträge auf dem Computer, die unbedingt heute noch ausgedruckt werden müssen, und das Schlimmste befürchtend macht sich der einsame Retter auf den Weg hinaus in die angeblich nur 37 Grad im Schatten, die weder auf dem Parkplatz, noch im Auto an Ballermann oder Kuba erinnern. Gerade, als die Innentemperatur auf 40 Grad abgekühlt war, stand ich vor dem Haus. An der Klingel erkannte ich den Namen im vierten Stockwerk, kein Fahrstuhl, Dachwohnung. Nach gelungener Erstbesteigung öffnete eine junge Frau mit dem uns allen bekannten Blick, der Beschützerinstinkte wach rüttelt, mich und einige meiner Artgenossen schon zum Standesamt trieb. Triefend nass und noch kein Handstreich gearbeitet, machte ich mich, noch immer von Sommernachtsfantasien befallen, auf die Suche nach dem Fehler. Das angebotene Glas Wasser in der brütend heißen Mansarde ließ ich vor lauter Nervosität stehen, und auf die letztendliche Frage, was die Reparatur des geklemmten Reset-Knopfes kostete, antwortete ich so, wie es in den großen Filmen erwartet wird: Wir sehen uns wieder, Lady!

Mein Fazit: Ob Traum, Fata Morgana oder nicht, jetzt weiß ich wenigstens, wie sich die Pizza in meiner Stammkneipe im Steinofen fühlt. Da bin ich lieber Riesling-Schorle!

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ComputerPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.