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10.07.2012 - 

Alternative zu Geschäftsreisen

Vor- und Nachteile von Videokonferenzsystemen

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Gekürzte Reisebudgets sprechen für den Kauf von Konferenzsystemen. Doch es gibt auch Argumente dagegen.

Die weltweiten Umsätze mit Videokonferenzsystemen sind in den vergangenen Jahren um zweistellige Prozentwerte gewachsen. 2010 lagen sie zum Beispiel bei 514,8 Millionen Dollar, bis 2016 – so die Einsätzung des britischen Marktforschers Frost & Sullivan – soll das Umsatzvolumen auf 1,43 Milliarden Dollar wachsen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von mehr als 18 Prozent.

In seiner Studie zum "European Videoconferencing Endpoints Market" hat Frost & Sullivan ausschließlich Desktop- und Raum-Systeme für die visuelle Kommunikation mit HD/SD-Auflösung analysiert. Der Anteil der Raum-Videokonferenzsysteme am Gesamtmarkt liegt derzeit bei deutlich mehr als 90 Prozent. Jedoch registrieren die Analysten inzwischen eine steigende Nachfrage auch für Desktop-Systeme.

Raum-Videokonferenzsysteme werden auch weiterhin den Markt dominieren, Videolösungen für Desktops weiterhin vor sich hindümpeln.
Raum-Videokonferenzsysteme werden auch weiterhin den Markt dominieren, Videolösungen für Desktops weiterhin vor sich hindümpeln.
Foto: Frost and Sullivan

Die Gründe für das starke Umsatzwachstum bei Videokonferenzsystemen sehen die Analysten in den restriktiven Reisebudgets in Zeiten der Wirtschaftskrise. Dadurch sank die Anzahl der persönlichen Meetings. Unternehmen suchten nach alternativen Kommunikations- und Kollaborationswerkzeugen, um Geschäftsbeziehungen zu pflegen, neu aufzubauen sowie Zeit und Kosten für Geschäftsreisen zu reduzieren. Ein weiterer Treiber für die positive Marktentwicklung von Videokonferenzsystemen liegt in den strenger werdenden Umweltauflagen der EU-Kommission.

Viele Firmen, die sich ursprünglich "nur" ein Videokonferenz-Tool angeschafft haben, planen inzwischen weiter. Sie wollen diese Lösungen mit anderen Kommunikations- und Collaborations-Tools integrieren. Ziel ist der Aufbau einer umfassenden Unified-Communications-Plattform.

Auf diese Weise erfüllen sie den Bedarf nach Echtzeitkommunikation und erhöhen zugleich ihre Business-Performance. Mitarbeiter, die an unterschiedlichen Orten an einem Projekt arbeiten, können dadurch effektiver miteinander kommunizieren. Ebenso lassen sich Begrenzungen bei der Intercompany-Kommunikation abbauen.

Hemmschuhe für den Einsatz von Videokonferenzsystemen sind geringe Bandbreiten und wenig aussagekräftige ROI-Berechnungen.
Hemmschuhe für den Einsatz von Videokonferenzsystemen sind geringe Bandbreiten und wenig aussagekräftige ROI-Berechnungen.
Foto: Frost and Sullivan

Am besten verkauften sich Videokonferenzlösungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Der Umsatzanteil allein dieser drei Länder in Europa liegt bei mehr als 36 Prozent. Knapp 17 Prozent der Verkäufe entfielen auf die Benelux-Staaten, 13 Prozent auf die Staaten in Osteuropa, rund 9 Prozent auf die nordischen Staaten und ein Viertel auf die restlichen westeuropäischen Staaten.

Allerdings gibt es im Markt für Videokonferenzlösungen auch Wachstumsbremsen. Dazu zählen schlechte Infrastrukturen und zu geringe Internetbandbreiten in einigen europäischen Regionen. Auch kann für Videokonferenz-Tools der Return on Investment (ROI) nicht exakt auf Heller und Pfennig genau berechnet werden. Hinzu kommt, dass Mittelständler solche Anwendungen bisher kaum nutzen. Nicht zuletzt rechnen die Analysten in den nächsten Jahren mit einer Konsolidierung des Anbietermarktes.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation CIO.
Autor: Andreas Schaffry (tö)

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