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20.10.2016 - 

Das richtige Verhalten in der Firma

Was ist am Arbeitsplatz erlaubt?

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT.

Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.
Der Arag-Experte Tobias Klingelhöfer beantwortet Fragen zu den Regeln, die im Allgemeinen im Büro herrschen und von den Mitarbeitern befolgt werden sollten.

Das macht doch jeder, also kann es gar nicht verboten sein, mag mancher Arbeitnehmer denken. Doch Vorsicht: Wenn Mitarbeiter die Regeln ihres Betriebes missachten, mögen sie auch noch so kleinlich erscheinen, machen sie sich angreifbar. Und liefern womöglich dem Chef eine unnötige Angriffsfläche. Der Arag-Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer sagt, was am Arbeitsplatz erlaubt ist und was nicht. Er weiß jedoch auch, dass nicht jedes Vergehen direkt zur Kündigung führt.

Nicht alles, was sich am Arbeitsplatz schickt, ist gesetzlich geregelt. In manchen Fällen gibt auch ein Fingerzeig den Ausschlag, was geht und was nicht.
Nicht alles, was sich am Arbeitsplatz schickt, ist gesetzlich geregelt. In manchen Fällen gibt auch ein Fingerzeig den Ausschlag, was geht und was nicht.
Foto: cunaplus - shutterstuck.com

Herr Klingelhöfer, sind am Arbeitsplatz eigentlich private Telefonate erlaubt?

RA Tobias Klingelhöfer: Ja, wenn der Arbeitgeber keine Regelungen hierfür im Betrieb aufstellt und privates Telefonieren duldet oder gar sein Einverständnis hierzu erklärt. Ich rate allerdings auch dann dazu, sich kurz zu fassen. Wer es dennoch nicht abwarten kann, der besten Freundin während der Arbeitszeit vom Schnäppchen bei der letzten Shopping-Tour oder vom gestrigen Date zu erzählen, riskiert eine Abmahnung. Private Telefonate auf Kosten des Arbeitgebers können sogar Grund für eine fristlose Kündigung sein (BAG, Az.: 2 AZR 147/03).

Dürfen denn private Mails aus dem Büro verschickt werden?

RA Tobias Klingelhöfer: Das hängt im Wesentlichen vom Arbeits- oder Tarifvertrag bzw. den Betriebsvereinbarungen ab. Ist darin das Verfassen und der Versand privater Mails vom Arbeitsplatz aus verboten, muss sich der Arbeitnehmer daran halten, sonst kann es eine Abmahnung geben. Eine Kündigung muss er aber auch dann nur in Ausnahmefällen fürchten. In einem konkreten Fall hatte eine Arbeitnehmerin einer Anwaltskanzlei einen Kettenbrief an Kolleginnen im Sekretariat weitergeleitet.

Ohne vorherige Abmahnung wurde der ansonsten unbescholtenen Frau gekündigt. Doch die Richter wiesen die Kanzlei in die Schranken: Sie konnten keinen absichtlichen Verstoß erkennen, sondern attestierten der Betroffenen ein eher gedankenloses Vorgehen, was erst- und einmalig gewesen sei. Daher hätte es vorher eine Abmahnung geben müssen (ArbG FaM, Az.: 5 Ca 4459/00). Ausnahmen vom Mail-Verbot sind allerdings absolute Notfälle, wozu allerdings nicht die Verspätung zur Verabredung am Abend gehört.

Wenn der Chef privates Mailen erlaubt, hat man am Arbeitsplatz aber freie Bahn, oder?

RA Tobias Klingelhöfer: Vorsicht! Wer privat mailt, arbeitet nicht. Hat der Chef privates Mailen grundsätzlich erlaubt, sollten private Zeilen trotzdem in den Pausen geschrieben werden. Ist in den Verträgen nichts erwähnt, kommt es auf die betriebliche Praxis an.

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NMueller

"Sollten" ist richtig aber die Wirklichkeit wie sieht die aus ? Aus dem richtigen Leben, die ganze Mitgliederverwaltung eines Verein etc. auf dem Rechner, komplette E-Steuererklärung etc. Verbot von Spielen und der A-Leiter hatte über 40 Spiele auf dem Laptop. Das ließe sich noch beliebig fortführen mit den E-Mails mit was ? Porno, Witze, Kettenbriefe etc.

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