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09.09.2016 - 

Benefits für Mitarbeiter

Wenn der Arbeitgeber die Krankenzusatzversicherung zahlt

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Immer mehr Unternehmen, die sich um Bewerber bemühen müssen, setzen auf Zusatzleistungen, um Mitarbeiter zu gewinnen und an sich zu binden. Neben bekannten Benefits wie Firmenwagen oder Kinderbetreuung können Arbeitgeber auch eine zusätzliche Krankenversicherung finanzieren.

Dennis Meurer berät Unternehmen in Sachen Vergütungs- und Versorgungskonzepte. Der Geschäftsführer der Münchner Firma Investwerk hat beobachtet, dass in vielen Personalabteilungen etwas Ratlosigkeit herrscht: "Man bietet einen guten Job, die Bezahlung stimmt und die Aufgabe sowieso. Trotzdem ist es unheimlich schwer, gute und motivierte Leute zu finden beziehungsweise sie für das eigene Unternehmen zu begeistern."

Dennis Meurer, Investwerk: "Ein neuer Baustein aus den Zusatzleistungen ist die betriebliche Krankenversicherung: Hierbei schließt der Arbeitgeber einen Krankenkassen-Zusatztarif für den Arbeitnehmer ab, und übernimmt dafür in der Regel auch die Beiträge."
Dennis Meurer, Investwerk: "Ein neuer Baustein aus den Zusatzleistungen ist die betriebliche Krankenversicherung: Hierbei schließt der Arbeitgeber einen Krankenkassen-Zusatztarif für den Arbeitnehmer ab, und übernimmt dafür in der Regel auch die Beiträge."
Foto: Investwerk

Natürlich sind es in erster Linie die so genannten weichen Faktoren, die für viele Bewerber den Unterschied zwischen guten und weniger attraktiven Arbeitgeber ausmachen: Von einer Unternehmenskultur, die neue Ideen und gute Zusammenarbeit fördert, bis hin zu Rahmenbedingungen wie flexiblen Arbeitszeiten oder Home-Office-Möglichkeiten, die den Mitarbeitern mehr Spielraum eröffnen. Arbeitgeber müssten ein stimmiges Gesamtpaket bieten, weiß auch Investwerk-Chef Meurer:

Dazu gehören neben der attraktiven Aufgabe aber natürlich auch ein gutes Gehalt das zudem durch diverse Benefits angereichert wird.

Diese Zusatzleistungen machen oft den entscheidenden Unterscheid bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber, so Meurer: "Ein relativ neuer Baustein aus dem Bündel der umfangreichen Compensation & Benefit-Lösungen ist die betriebliche Krankenversicherung (bKV). Hierbei schließt der Arbeitgeber einen Krankenkassen-Zusatztarif für den Arbeitnehmer ab, und übernimmt dafür in der Regel auch die Beiträge."

Die Tarife der betrieblichen Krankenversicherung sind denen der privaten Zusatzversicherung sehr ähnlich. Es gibt demnach Zusatzleistungen für die Bereiche Zahn, Vorsorgebehandlungen, Heilpraktiker, Krankentagegeld oder auch Chefarztbehandlungen oder Ein-Bett-Zimmer im Krankenhaus. "Die Tarife sind im Schnitt aber um einiges günstiger als herkömmliche private Zusatztarife, so dass man zum Beispiel schon sehr gute Vorsorgeleistungen für weniger als zehn Euro pro Mitarbeiter und Monat bekommen kann", weiß Meurer.

Zahnersatz und andere zahnärtzliche Leistungen wünschen sich Mitarbeiter von einer privaten Krankenzusatzversicherung.
Zahnersatz und andere zahnärtzliche Leistungen wünschen sich Mitarbeiter von einer privaten Krankenzusatzversicherung.
Foto: Shutterstock.com/ wavebreakmedia

Keine Gesundheitsprüfung für Mitarbeiter

Aus Sicht der Arbeitnehmer gibt es laut Meurer zwei schlagende Argumente für den Abschluss einer betrieblichen Krankenversicherung: Zum einen spare man im Vergleich zu einem individuell abgeschlossenen Zusatztarif Geld in Form von Beiträgen. Zum anderen entfielen die üblicherweise zwingenden Gesundheitsprüfungen für die Versicherten. Diese Vergünstigungen seien möglich, weil die betriebliche Krankenversicherung stets als Gruppenversicherung abgeschlossen wird, ein Teil der Arbeitnehmer oder auch die ganze Belegschaft gemeinschaftlich versichert werden. Die Kosten können somit rabattiert werden, und die individuellen Gesundheitsrisiken sänken durch die "Gruppenmischung".

"Die betriebliche Krankenversicherung funktioniert somit in den Betrieben gewissermaßen analog der gesetzlichen Krankenversicherung nach dem Solidarprinzip. Weiterhin ermöglichen viele Anbieter von bKV-Produkten individuelle Leistungspakete im Rahmen von Gruppenverträgen für gewisse Branchen, gehen also gezielt auf die Wünsche und Anforderungen der Arbeitgeber und Mitarbeiter ein, so Meurer weiter.

Auch dem Arbeitgeber eröffneten sich einige Vorteile, sagt Meurer von Investwerk: "Das Angebot einer betrieblichen Krankenversicherung kann im "war for talents" als Instrument angesehen werden, das manch umworbenen Kandidaten zu einer positiven Entscheidung für das Unternehmen bewegt. Auch altgediente Beschäftigte überlegen es sich angesichts von Leistungen wie der bKV oder auch der bAV unter Umständen zweimal, ob sie wirklich zu einem neuen Arbeitgeber wechseln möchten."

In den Augen von Vergütungsprofi Meurer werden die Themen Gesundheit und Work-Life-Balance für Arbeitnehmer immer wichtiger, umso mehr sollte ein guter Arbeitgeber dies auch im Blick haben. Darum könne die bKV zusammen mit anderen Zusatzleistungen gerade bei kleinen oder mittleren Unternehmen ein gutes Mittel zur Mittarbeiterbindung oder -motivation sein. Da man bei fast allen Anbietern auch die Familie mitversichern, oder den Vertrag bei einem Arbeitgeberwechsel auch privat fortführen kann, ist der Benefit für den Mitarbeiter sogar noch größer. Kurz gesagt: Man kann als Arbeitgeber mit Hilfe der bKV bereits mit geringen Aufwendungen einen sehr guten Effekt bei den Mitarbeitern erreichen.

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