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SEO im Einzelhandel


30.08.2016 - 

Wie Händler ihre Website optimieren

Suchmaschinenoptimierung (SEO) gehört zu den wesentlichen Aufgaben eines Einzelhändlers, wenn er an der Digitalisierung seines Geschäftsmodells arbeitet. SEO-Maßnahmen sollten stets zielbezogen sein - ein Ranking ist kein Selbstzweck.

Außerdem sollte jeder Online-Händler die Wechselwirkungen zwischen seinen Social Media-Aktivitäten und deren Bewertung durch Suchmaschinen nutzen. Digitalagenturen mit Expertenwissen und einer ganzheitlichen Herangehensweise können Webshop-Betreiber dabei nachhaltig unterstützen.

SEO in den Maßnahmenkatalog integrieren

Der Handel ist im Umbruch - Kunden erwarten zunehmend, zwischen mehreren Verkaufskanälen oder Touchpoints frei wählen und wechseln zu können. Diesen Erwartungen sollen und wollen Händler entgegen kommen, indem sie ihre Vertriebs- und Marketingkanäle um Internetplattformen und Social Media Präsenzen erweitern. Ziel sollte es sein, eine Multichannel-Strategie zu entwickeln, die alle Kanäle - sowohl online als auch offline - einbezieht und somit das gesamte Potenzial zur Erreichung der Ziele ausschöpft.

Die neu ausgebaute Online-Präsenz kommt jedoch nur dann zum Tragen, wenn man als Händler auf den entscheidenden Plattformen auch gefunden wird. Im Rahmen einer gesamten Marketingstrategie spielt deshalb Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine wichtige Rolle.

Stationäre Händler mit oft jahrelanger Erfahrung sehen sich dabei vor der Aufgabe, Bekanntheit und Reputation, die sie sich bei ihren Kunden im Ladengeschäft über die Jahre erarbeitet haben, auf den Online-Markt zu übertragen. Dabei müssen die Algorithmen von Suchmaschinen und Marktplätzen verstanden und durch kontinuierliche, auf den Nutzer ausgerichtete Maßnahmen genutzt werden, um ein stringentes Markenbild aufzubauen und gute Rankings zu erzielen."

SEO nicht isoliert betrachten

Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird stark beeinflusst von Nutzersignalen und ist deshalb stets im Kontext von den Social Media Aktionen zu sehen. Richtig eingesetzt, bieten Social Media Kanäle die Chance, die Interaktion mit den Kunden auf einer weiteren Ebene positiv zu gestalten und die Kundenbindung zu stärken. Empfehlungsmarketing wirkt sich positiv auf die Suchergebnisse aus.

SEO-Maßnahmen sollten stets zielbezogen sein - ein Ranking ist kein Selbstzweck.
SEO-Maßnahmen sollten stets zielbezogen sein - ein Ranking ist kein Selbstzweck.
Foto: Jirsak - www.shutterstock.com

Dafür bedarf es einer übergreifenden Strategie, kontinuierlicher Pflege und Monitoring. Ein Social Media-Profil zu erstellen und nur einige Beiträge zu posten, verschwendet nicht nur wertvolle Zeit, sondern birgt sogar Risiken: Wer Fragen der Nutzer auf seiner Facebook-Seite nicht beantwortet, riskiert verärgerte Kunden und leider - der niedrigeren Hemmschwelle auf diesen Plattformen geschuldet - oft auch drastische Kommentare.

Wird umgekehrt eine Information zu Rabattaktionen im Ladengeschäft nur über Facebook gepostet, nicht aber auf der Website und im Online-Shop, führt das zu Verdruss bei den nicht informierten Online-Käufern, was wiederum zu negativen Kommentaren und Bewertungen führen kann. Suchmaschinen wie Google erfassen in ihren Algorithmen auch solche Interaktionen als "Social Signals". Somit haben auch Emotionen - positive wie negative - die mit einer Marke verknüpft sind, eine Auswirkung auf das Ranking.

Ein anderes Beispiel: Gute Bewertungen eines Unternehmens bei Google My Business führen zu höheren Klickzahlen und resultieren im besten Fall auch im Besuch des Ladengeschäfts und einer Weiterempfehlung. Weist aber die lokale Suche im Netz eine veraltete Adresse oder falsche Öffnungszeiten aus, wird das ein enttäuschter Kunde, der den Weg umsonst gemacht hat, wahrscheinlich mit einer entsprechenden Bewertung bei Google My Business quittieren.

Diese Negativ-Bewertung erscheint danach ebenfalls in der Trefferanzeige. Andere Kunden werden die Website daraufhin wahrscheinlich seltener anklicken, was wiederum vom Google-Algorithmus erfasst wird - im Ergebnis fällt die Seite im Ranking ab.

Ist mit dem Ranking das Ziel erreicht?

Search Engine Optimization (SEO) gehört zu den vordringlichsten Aufgaben eines jeden Webshop-Betreibers.
Search Engine Optimization (SEO) gehört zu den vordringlichsten Aufgaben eines jeden Webshop-Betreibers.
Foto: i-ways

Wie sollte man die Aufgabe also am besten angehen, um online besser gefunden zu werden? Wenn es an eigenen Ressourcen im Online-Marketing mangelt, kann man auch auf die Hilfe externer Dienstleister und spezialisierter Digitalagenturen zurückgreifen.

Diese gehen systematisch vor. Die erste Frage dabei ist immer: Was soll mit einer Optimierung erreicht werden? Es geht nämlich gar nicht einfach um ein "besseres Ranking", maßgeblich sind immer die angestrebten Ziele, für deren Erreichung ein besseres Ranking die Voraussetzung ist. Diese können sein: Absatzsteigerung, eine deutlichere Markenpräsenz oder auch mehr Kunden auf der Fläche.

Entsprechend sind die Plattformen auszuwählen, auf denen der Händler aktiv wird. Es gibt keine Strategie, die für jedes Unternehmen passt. Für Instagram sind Produkte geeignet, die sich gut inszenieren oder in ein Ambiente setzen lassen. Wer absehbar kaum twittertaugliche Nachrichten zu verkünden hat, braucht auch keinen Twitter-Account.

Stationäre Händler haben gegenüber reinen Online Shops den großen Vorteil, in ihren Ladengeschäften Kunden im persönlichen Gespräch beraten zu können. Click & Collect, Reservierungen im Ladengeschäft und virtuelle Regalerweiterung bieten weitere Möglichkeiten, sich von Online-Shops abzuheben. Deshalb ist die Stärkung der Ladengeschäfte sinnvoll und lokale SEO Maßnahmen spielen eine entscheidende Rolle.

Die Optimierung wird dabei auf die kombinierte Suche aus Begriffen zum Produkt und generischen Suchbegriffen ausgerichtet. Am Anfang steht eine Bedarfserhebung, eine Analyse des technischen Zustands der Website und der Social Media Profile mit Bezug auf den Wettbewerb.

Dabei verlässt man sich nicht auf die "gefühlte Konkurrenz", sondern recherchiert zunächst relevante und kontextbezogene Keywords. Unterschieden wird zum Beispiel nach Informationskontext, wie "Bewertung Produkt X" und Transaktionskontext, wie "Produkt X kaufen", für local SEO noch erweitert um entsprechende Keywords zur lokalen Suche. Die Technologien zur Keyword Recherche sind abhängig von den im jeweiligen Land dominierenden Suchmaschinen.