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22.10.2013 - 

Der CP-Querschläger

Wir haben doch nichts zu verbergen!

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
NSA-Affäre und Bespitzelung – war da was? Viele Kunden scheinen das Thema schon wieder abgehakt zu haben. Unverständlich, findet unser Autor "Querschläger".
"Wie grenzdebil muss man sein, um seine Daten auf einem Serververbund zu speichern, auf den eine Regierung oder eine andere Macht Zugriff hat oder auf Wunsch erhält?"
"Wie grenzdebil muss man sein, um seine Daten auf einem Serververbund zu speichern, auf den eine Regierung oder eine andere Macht Zugriff hat oder auf Wunsch erhält?"
Foto: Tomasz Trojanowski - Fotolia.com

Nach der jüngsten ChannelPartner-Umfrage scheinen den Kunden die Vorgänge um Spionagesoftware und Cloud-Bespitzelung egal zu sein. Sie kaufen ihre Antivirensoftware, und gut ist's. Öffentliche Unternehmen werden aufgrund von Vergabebestimmungen dabei gezwungen, den günstigsten Anbieter zu nehmen. Manche bestehen sogar darauf, dass es der billigste sein muss.

Auf die Idee, dass Herr Snowden recht haben könnte und da draußen in der Welt 1.0 ein brutaler, existenzbedrohender Wirtschaftskrieg tobt, kommt aufgrund staatlich medialen Einlullens kaum jemand. Wenn Mutti sagt: "Alles ist gut", dann glauben das die deutschen Unternehmen genauso gerne wie die Privathaushalte.

Dass Erstere dabei in puncto Naivität den privaten Durchschnitts-Usern in nichts nachstehen, sieht man an den angeblich guten Wachstumszahlen für Cloud-Anwendungen. Viele Ingenieurbüros, Kommunen, Medien, Banken, Transportunternehmen und Industriekonzerne speichern bereits Daten und Know-how aus Kostengründen auf fremdbestimmten Servern.

Es gibt eine Handvoll deutscher Lösungshersteller, die versprechen, dass ihre Schutzvorrichtungen dabei nicht für Dritte durchlässig sind. Ich hoffe es! Und der Rest redet sich heraus. Besonders dreist: Unternehmen, die mit dem Pentagon als Kunden prahlen und es hier vor allem auf Großunternehmen und Behörden abgesehen haben.

Wie grenzdebil muss man sein, um seine Daten auf einem Serververbund zu speichern, auf den eine Regierung oder eine andere Macht Zugriff hat oder auf Wunsch erhält? Hier wird Sicherheit zur Farce, und Sparen wird zum Risikofaktor.

Warum sollen Europas Unternehmen überhaupt schnellstmöglich in die Datenwolke? Alle Schlüsselanwendungen von Google, Apple, Microsoft, Facebook und die Datenleitungen werden bereits kontrolliert. Es fehlen zur absoluten Kontrolle jetzt nur noch die Daten. Und dafür eignet sich die Cloud – die nach kurzer NSA-Schamfrist bald wieder im Angebot sein wird.

Mein Fazit: Wer über die Gründe nachdenkt, wozu eine Cloud überhaupt nützlich sein soll, wird die Gefahr, die von ihr ausgeht, sehr schnell verstehen. Nur die eigene Cloud ist eine gute Cloud!

Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)

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