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23.11.2006

Bleibt Siemens auf Enterprise Networks sitzen?

Angeblich sind die Verhandlungen über einen Verkauf des verlustreichen Ausrüsters von Unternehmensnetzen geplatzt.

Die Netzwerksparte Enterprise Networks von Siemens erweist sich - ähnlich wie SBS - allmählich als Ladenhüter. Konzernchef Klaus Kleinfeld hatte schon vor Monaten angekündigt, die defizitäre Sparte bis Jahresende entweder verkaufen oder in ein Joint Venture einbringen zu wollen. Zuvor hatten die Münchner bereits ihr Carrier-Geschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia untergebracht. Auf der Jahrespressekonferenz am 9. November musste Kleinfeld jedoch einräumen, dass kein Käufer in Sicht sei.

Wie nun die "Financial Times Deutschland" berichtet, hat Siemens bereits vor zwei Wochen entsprechende Verhandlungen mit dem letzten Interessenten, einem Konsortium aus den Beteiligungsgesellschaften Permira und Apollo Management, abgebrochen. Kleinfeld habe nach dem öffentlichen Protest auf die der Pleite der deutschen Benq-Handysparte kalte Füße bekommen, so die Erklärung. Die Investoren sollen ähnlich wie der taiwanische Konzern einen dreistelligen Millionenbetrag als Mitgift sowie eine Liquiditätsgarantie gefordert haben. Wettbewerber wie Avaya und Nortel seien bereits zuvor auf Distanz gegangen. Netzwerkprimus Cisco befinde sich laut FTD-Bericht in einer Beobachterposition, werde jedoch kaum ein Gebot abgeben.

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