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14.02.2006

Deutsche IT-Manager planen schlecht

Katharina Friedmann
Analyse, Transparenz und Planung kommen in den IT-Organisationen zu kurz. Das ergab eine Gemeinschaftsstudie der Technischen Universität München (TUM) und der COMPUTERWOCHE zum Thema IT-Management.

Nur 43 Prozent aller IT-Vorhaben der vergangenen drei Jahre waren erfolgreich. Das ist ein Resultat der gemeinsam von der computerwoche und dem Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre an der TUM vorgenommenen Untersuchung. 48 Prozent der Technikprojekte waren dagegen nur teilweise erfolgreich: Entweder wurde der Zeitrahmen gesprengt (nahezu 30 Prozent), das Projektbudget nicht eingehalten (fast zehn Prozent) oder der Inhalt des Vorhabens maßgeblich verändert (10,5 Prozent).

Hier lesen Sie …

  • woran IT-Projekte in deutschen Firmen scheitern;

  • wo die organisatorischen Schwachstellen in der IT liegen;

  • was den größten Anteil des IT-Budgets verschlingt:

  • wo die IT-Leistungsverrechnung noch Unzulänglichkeiten aufweist;

  • wie Unternehmen IT-Funktionen auslagern.

Problemzone Projektlaufzeit

Laut Untersuchung tendieren die Unternehmen offenbar dazu, vom Idealfall auszugehen, und beziehen mögliche Negativeinflüsse nicht in ihre Projektplanung ein. So besteht beispielsweise die Gefahr, dass eventuelle technische Verzögerungen nicht hinreichend berücksichtigt werden.

Die weit verbreitete zeitliche Fehlkalkulation mag nicht zuletzt auch darin begründet liegen, dass zwei Drittel der Unternehmen ihre IT-Mitarbeiter auf zwei und mehr Vorhaben gleichzeitig ansetzen: Der damit einhergehende erhöhte Koordinationsaufwand wird nach Ansicht von Betriebswirtschaftsprofessor Horst Wildemann, an dessen Lehrstuhl die Umfrage vorgenommen wurde, unterschätzt. Das könne eine sinnvolle Priorisierung erschweren sowie personelle Engpässe und dadurch längere Projektlaufzeiten nach sich ziehen.

Das lässt nicht nur auf Mängel im Projekt-Management schließen: Auch das Projekt-Controlling - etwa in Sachen Leistungsfortschrittskontrolle oder einer iterativen Überprüfung der Relevanz des Vorhabens - kommt hierzulande offenbar zu kurz. Die IT-Abteilung der Fressnapf Tiernahrungs GmbH kann davon ein Lied singen. So hatten sich in einigen Fällen die Marktgegebenheiten oder auch Teile der Unternehmensstrategie geändert, nachdem die IT-Leistung erbracht worden war. "Wir hatten dann eine fertige Lösung zur Verfügung, die einfach nicht eingesetzt wurde", erinnert sich Bernd Hilgenberg, Ressortleiter IT bei dem Franchise-Unternehmen für Tiernahrung und Zubehör.