Channelcast

Einen Channel-Monat in drei Stunden

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich PCs und Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Notebooks, PCs, Smartphones, Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.

Waschmittel Lenovo

Die Channelcast-Folgen können unter www.channelcast.de nachgehört werden.
Die Channelcast-Folgen können unter www.channelcast.de nachgehört werden.

Damit ist alles zu diesem Thema gesagt, denn Sicking kommentiert die Designer-Limo, die die Talker zum Channelcast verkosten, mit "schmeckt, als hätte man eine Kippe reingeworfen". Meyer pflichtet ihm mit "ja, kann man uneingeschränkt empfehlen" bei. Logisch: Christian Meyer ist Raucher! Dann schwadroniert die Runde über Süßigkeiten, Bezahlen per Mobiltelefon und Statussymbol Handy. Meyer versucht, sein Lieblingsthema Apple, dieses Mal nicht im Vergleich mit Microsoft sondern mit Intel anzubringen. Die anderen fallen aber nicht darauf herein und diskutieren erst wieder beim B.com-Synaxon-Streit mit. Allerdings versäumen sie, den parallelen Chat im Auge zu behalten, sonst hätten sie mitbekommen, dass ein Hörer und offensichtlicher Insider auf den Wechsel von Ex-Actebis-Chef Neumeier zu Fujitsu hinweist. So bekommt die Hörerschaft stattdessen mit, dass Sicking mit Lenovo eher Waschmittel als einen IT-Konzern in Verbindung bringt.

Von Lenovo geht es dann zu Acer. Der Abgang von Acer-Europa-Chef Gianfranco Lanci führt Sicking auf "geschönte Zahlen" zurück. Raum berichtet von Schwierigkeiten, die hohen Lagerbestände an Notebooks abzuverkaufen, die mit der Verweildauer im Lager auch "nicht besser werden". Und dazu kommt noch der Fokus auf das B2C-Geschäft. "Im Systemhausgeschäft hat Acer nicht die Wichtigkeit - da kann man nur alles Gute wünschen", schließt Meyer und klingt dabei nicht besonders optimistisch, was die Zukunft der Taiwaner angeht. Dann spielt er ein Interview mit Ex-LG-Vertriebschef Stefan Tiefenthal ein, der zusammen mit seinem Ex-LG-Chef Ulrich Kemp nun beim Digital Signage Spezialisten Cittadino angeheuert haben. Da aber Tiefenthal alles im Interview sagt, bleibt der Runde kein Platz für wesentliche Anmerkungen übrig. Dafür kommt Damian Sicking nach der neuen HP-Druckerchefin zu der von Brother initiierten Printer-Studie und dann einem weiteren Druckerthema: Managed Print Services. Während Meyer die für ein "Buzz Word" hält, denkt Sicking, dass sich schlaue Fachhändler damit auseinandersetzen sollten. Andreas Raum glaubt, dass der Fachhandel "sehr dilettantisch" mit dem Thema umgeht. Ebenfalls sein Fett weg bekommt Druckerhersteller Canon, der seine Distributionslandschaft zusammengestrichen hat. So habe das Unternehmen "die in Deutschland einzigartige Handelsstruktur" (Meyer) nicht berücksichtigt, ein Fehler, denn vor einigen Jahren auch schon Xerox gemacht hat, wie Raum anmerkt. Er nimmt dies gleich einmal zum Anlass, den Hörern zu erklären, wie Buchhaltung mit Excel funktioniert: "Das gibt merkwürdige Effekte im Umsatzfeld oben links, was sich aber dann auf unten rechts auswirkt. Aber langfristig hängt oben links mit unten rechts zusammen". Also, ihr angehenden Wirtschaftsspezialisten, spart Euch die acht Semester BWL und hört stattdessen drei Stunden Channelcast!

Nur der Vollständigkeit halber: Die restliche Dreiviertelstunde plätschert dann so dahin, mit einem sentimentalen Blick der Drei auf die boomende Messe Intersolar, die sie an die großen Zeiten der CeBIT erinnert. Nach drei Stunden ist dann Schluss - zwei hätten es auch getan. (awe)

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