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09.11.2012 - Bitkom-Chef Kempf

Fatale Entwicklung beim Fachkräfte-Mangel

Im Rahmen des 7. IT-Gipfels in Essen ist die ITK-Branche besonders in Sorge um die weiter steigende Anzahl von fehlenden Fachkräften. Vor dem Spitzentreffen von Politik und IT-Wirtschaft hält sich der Branchenverband Bitkom mit Kritik an der Politik allerdings zurück.

Im Rahmen des 7. IT-Gipfels in Essen ist die ITK-Branche besonders in Sorge um die weiter steigende Anzahl von fehlenden Fachkräften. Vor dem Spitzentreffen von Politik und IT-Wirtschaft hält sich der Branchenverband Bitkom mit Kritik an der Politik allerdings zurück.

Carsten Linnhoff (dpa) befragte dazu Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

Hat die Politik in den vergangenen Jahre zu wenig getan? Das Problem Fachkräftemangel ist ja nicht ganz neu.

Kempf: "Es wurde viel getan. Aber viel ist manchmal leider nicht genug. Es gelingt uns nicht, genügend Arbeitskräfte von den Schulen und Unis für uns zu gewinnen. Hier müssen wir Versäumnisse aufholen, weil von den 1960er bis in die späten 1990er Jahre falsche Bildungsschwerpunkte gesetzt wurden. Mit der Blue-Card-Initiative der EU fördert die Politik nun die Einwanderung hoch qualifizierter Experten. Das ist ein wichtiger Schritt. Und trotzdem rennen uns ausländische Fachkräfte nicht die Tür ein."

Was muss sich ändern?

Kempf: "Unser Wunsch richtet sich auch an die Gesellschaft. Wir dürfen nicht länger das Thema Ausländer in der Wirtschaft immer nur durch die Asyl-Brille betrachten. Wir brauchen ganz dringend eine herzliche Willkommens-Kultur für Einwanderer in unserem Land."

Über 40 000 Arbeitsplätze sind nicht besetzt. Was tun?

Bitkom-Präsident Dieter Kempf: "Wir haben bis in die späten 1990er Jahre falsche Bildungsschwerpunkte gesetzt."
Bitkom-Präsident Dieter Kempf: "Wir haben bis in die späten 1990er Jahre falsche Bildungsschwerpunkte gesetzt."
Foto: Datev

Kempf: "Schleichend, ohne wir das großartig merken, werden bereits viele Projekte ins Ausland vergeben. Wenn wir aber wollen, dass die Erträge in Deutschland bleiben oder sogar zurückkehren, müssen wir den Spieß rumdrehen. Dazu muss es uns auf breiter Front gelingen, schnell junge Frauen und ausländische Fachkräfte für unsere Branche zu gewinnen. Und wir müssen ältere Mitarbeiter weiterqualifizieren und länger in den Unternehmen halten." (dpa/rw)

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