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07.12.2007 - 

Prognosen der Marktforscher für das kommende Jahr

IDC: Die IT-Ausgaben wachsen 2008 langsamer

Die Marktforscher der IDC erwarten für das kommende Jahr ein geringeres Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben als 2007.

Laut IDC werden 2008 zwischen 5,5 und sechs Prozent mehr für IT ausgegeben als heuer; für dieses Jahr gehen die Auguren noch von einem Wachstum von 6,9 Prozent aus. "Es gibt zwar weiterhin positives Wachstum, aber die Branche wird im kommenden Jahr definitiv ein wenig gekniffen", erklärte Frank Gens, Senior Vice President for Research, in einer Telefonkonferenz zur IDC-Prognose für 2008. Den Wachstumsrückgang bezeichnete der Chefanalyst als "signifikant".

Besonders hart treffen könnte es die USA, wo das Wachstum der IT-Ausgaben von 6,6 Prozent in diesem Jahr auf drei bis vier Prozent für 2008 fallen könnte, so Gens. Zuerst werde dies die Hardware zu spüren bekommen, dann mit ein bis zwei Quartalen Verspätung die Software und danach weniger stark die Services.

Die IT-Hersteller werden sich aus Sicht der IDC verstärkt in Schwellenmärkten engagieren, speziell Mexiko, Polen und der Türkei. Dahinter folgen Argentinien, Kolumbien, Saudi-Arabien, Thailand, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Vietnam. In den genannten Ländern zusammengenommen sollen die Investitionen der Anbieter um 16 Prozent steigen.

An der Gerätefront erwartet IDC vor allem eine wachsende Ausbreitung tragbarer Web-Gerät in Formfaktoren zwischen Smartphone und Notebook. Diese sollen die Reichweite des mobilen Internets deutlich vergrößern. Die Marktforscher erwarten handflächengroße oder ein wenig größere Geräte, die sich mit Web verbinden und "ein oder zwei Dinge gut können", so Gens. Ein gutes Beispiel dafür sei der E-Book-Reader "Kindle" von Amazon. "Wir erwarten, das Dutzende solcher Geräte im Jahr 2008 vorgestellt werden", sagte Gens, von einer Vielzahl von Herstellern. Unter anderem werde Intel hier einen großen Vorstoß unternehmen.

Eigentlich nur für die USA interessant: Praktisch alle Mobilfunk-Netzbetreiber würden im kommenden Jahr ihre Netze öffnen. Gens zog dazu einen Vergleich zum Wandel, den AOL in den 1990er vom geschlossenen Online-Dienst zur Internet-Firma durchmachen musste. "Ummauerte Gärten halten den Gärtner gefangen", sagt der IDC-Mann.

Was das Internet angeht, erwartet IDC (nun wieder global) einen dramatischen Anstieg an unstrukturierten Daten im Web, nicht zuletzt getrieben von sozialen Netzwerken und nutzergenerierten Inhalten. Diese würden wiederum die Nutzung von Werkzeugen zur Textanalyse, Bedeutungsextraktion und semantischen Suche befördern.

Darüber hinaus sollen die Grenzen zwischen den Business- und Consumer-Märkten noch weiter verschwimmen, mit laut Gens "kleinen und mittleren Firmen als Ground Zero". Unternehmenssoftware werde weiterhin beeinflusst durch Endkundenprogramme und hier insbesondere Social Networks, weil Hersteller immer weniger erfolgreich sein könnten, wenn sie den Consumer-Bereich ignorierten.

Als wahrscheinliche Übernahmekandidaten für das Jahr 2008 sieht IDC unter anderem Intuit, TeleNav und Networks in Motion; neben Software-Analytics- und E-Discovery-Anbietern wie Attenex oder Attensity. IDC steht außerdem zu seiner schon 2007 aufgestellten Prognose, dass Salesforce.com gekauft werde. Gens verschob die Transaktion aber gleich mal ins nächste Jahr, auch wenn dieses noch nicht vollends um ist. (tc)

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