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19.03.2009 - 

Stellenabbau nicht ausgeschlossen

IT-Dienstleister Bechtle spürt die Krise

Der IT-Dienstleister Bechtle stellt sich wegen der Wirtschaftskrise für die ersten Monate 2009 auf spürbare Rückgänge bei Gewinn und Umsatz ein.

"Wir werden nicht umhin kommen, die Kosten in allen Bereichen zu überprüfen", sagte Bechtle-Vorstandschef Thomas Olemotz am Donnerstag in Stuttgart. Sogar einen Personalabbau wolle er "zu diesem Zeitpunkt nicht ausschließen". Es lägen jedoch noch keine Pläne in den Schubladen. "Aus heutiger Sicht werden wir im ersten Quartal bei Umsatz und Ertrag deutlich unter den Werten des Vorjahres liegen." Das bedeute einen Rückgang von "deutlich mehr als fünf Prozent", eher sogar im zweistelligen Bereich.

Bechtle-Vorstandschef Thomas Olemotz
Bechtle-Vorstandschef Thomas Olemotz

Um die Kosten zu senken, sei an einem Bechtle-Standort bereits Kurzarbeit angemeldet, sagte Olemotz der Deutschen Presse-Agentur dpa. "An einem zweiten denken wir darüber nach." Die Entscheidung falle jedoch am Ort. Auch die Namen der Standorte nannte der Bechtle-Chef nicht.

Eine Prognose für 2009 wagte der Olemotz nicht. 2008 war für Bechtle noch ein Rekordjahr. Die entscheidende Frage sei, "inwieweit es uns gelingt, die wegbrechende Nachfrage aus der Industrie durch die öffentliche Hand zu ersetzen". Am Mittwoch hatte Bechtle mitgeteilt, einen Auftrag im zweistelligen Millionenbereich von der Bundeswehr erhalten zu haben. Nun gehe es um weitere Aufträge von Behördenseite.

Im vergangenen Jahr erreichte der Händler und Komplettdienstleister bei Computern und Software trotz einer Stagnation im dritten und vierten Quartal "neue Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis", sagte Olemotz. Das Unternehmen aus Neckarsulm (Kreis Heilbronn) hat seinen Umsatz 2008 um 3,5 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro gesteigert. "Damit haben wir auch unsere vor einem Jahr formulierte Zielvorgabe von 1,5 Milliarden Euro verfehlt."

Das Vorsteuerergebnis lag mit 61,5 Millionen Euro 4,3 Prozent über dem Vorjahr. Nach Steuern verdiente Bechtle 45,4 Millionen Euro (2007: 40,9 Millionen Euro). Seinen Aktionären will die im TecDAX notierte Bechtle AG wie im Vorjahr eine Dividende von 0,60 Euro je Aktie auszahlen. Die Mitarbeiterzahl stieg von 4250 auf 4405. Wichtigster Geschäftsbereich bleibe das Systemhaus-Geschäft, in dem Bechtle fast zwei Drittel seiner Erlöse erzielte. In solchen Geschäften werden etwa Mittelständler mit Komplettlösungen für ihre EDV bedient. (dpa/tc)

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