Lohnt sich Navi-Verkauf für den Fachhandel?

17.07.2007
Von Dieter Wipf
Glaubt man den Prognosen, kennt der Markt für Navigationslösungen so schnell keine Wachstumsgrenzen. Ist er damit automatisch lukrativ für den Fachhandel? Eine Einschätzung von Dieter Wipf, Produktmanager bei der BHS Binkert GmbH.
Dieter Wipf ist Produktmanager bei dem Distributor BHS Binkert GmbH.
Dieter Wipf ist Produktmanager bei dem Distributor BHS Binkert GmbH.

Die Zahlen sprechen für sich: Zwei Millionen tragbare Navigationsgeräte wurden 2006 in Deutschland verkauft, 300 Prozent mehr als im Vorjahr. Das hat die GfK-Gruppe ermittelt. Laut Bitkom läuft der Umsatz in diesem Jahr auf die Milliardengrenze zu - 2005 waren es gerade einmal 228 Millionen Euro. Aber diese GfK-Zahlen sprechen Bände: Im Weihnachtsgeschäft 2006 zahlten die Verbraucher in Deutschland 83 Euro weniger für ein Navigationsgerät als im Jahr zuvor. Insgesamt liegt der durchschnittliche Verkaufspreis zum Beispiel um rund 20 Prozent unter dem der Nachbarländer Schweiz und Österreich. Für den Handel lässt das nicht gerade Traum-Margen erwarten.

Allerdings ist besonders viel Bewegung im Markt. Offensichtlich wird das beim Thema Handy-Navigation. Nachdem Nokia Anfang des Jahres einen Großangriff auf die Marktführerschaft bei integrierten Navigationslösungen für Fußgänger angekündigt hatte, gab TomTom kürzlich eine umfassende Kooperation mit Vodafone bekannt. Der Deal gilt zunächst für Großbritannien, aber schon bis 2008 will TomTom 50 Prozent Flächenabdeckung in ganz Europa erreichen und aktuelle Verkehrsdaten über das Mobilfunknetz zur Verfügung stellen.

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