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10.04.2007

Neuer Intershop-Chef setzt auf Service für Internet-Handel

Nach dem Führungswechsel soll das Softwareunternehmen Intershop Communications stärker als Komplettanbieter für die Abwicklung von Internet-Geschäften profiliert werden.

"Wir wollen unseren Kunden Lösungen für den gesamten Prozess von den Programmen für Online-Shops über Bezahlung bis zur Auslieferung und gegebenenfalls Rücknahme von Waren anbieten", sagte der neue Vorstandsvorsitzende Friedhelm Bischofs in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Jena. Bischofs, der die Intershop AG seit Anfang April leitet, sieht in dem Service-Konzept Chancen, das börsennotierte Unternehmen aus den roten Zahlen zu bringen. "Das muss kurzfristig passieren."

Der Spezialist für Software, mit der Unternehmen ihren Internet-Handel (E-Commerce) abwickeln können, hatte 2006 den Verlust auf 6,8 Millionen Euro verdoppelt. Die liquiden Mittel des einstigen Internet-Pioniers halbierten sich innerhalb eines Jahres auf 3,6 Millionen Euro. Eine Aktionärsgruppe um den Logistik-Unternehmer Sven Heyrowsky erreichte danach eine Vorverlegung der Hauptversammlung auf den 9. Mai sowie Änderungen in Aufsichtsrat und Vorstand.

Bischofs will das Service-Modell (Fulfillment), für das im vergangenen Jahr ein erster Kunde gewonnen wurde, komplettieren. "Wir müssen beweisen, dass das System funktioniert." Der Vorstandschef, der in den vergangenen Jahren als Unternehmensberater mit Schwerpunkt Logistik für den Internet-Handel gearbeitet hat, will seine beruflichen Erfahrungen auch aus der Tätigkeit für große Handelsunternehmen einbringen. "Intershop hat nach wie vor einen sehr guten Ruf. Warum sollen wir uns nicht die Mühe machen, in den wachsenden Fulfillment-Markt einzusteigen und den gesamten Prozess anzubieten", sagte er. "Der Finanzbedarf für die neue Sparte ist nicht so hoch, dass er nicht zu schultern wäre."

Bischofs setzt weiter auf die Software-Entwicklung als Kernkompetenz des Jenaer Unternehmens. "In einem zweiten Schritt müssen wir die Warenwirtschaft aufbauen." Er könne sich sogar eine Art Mini-Logistikzentrum vorstellen, das Intershop für andere Unternehmen betreibt. Sein Konzept will er den Aktionären bei der Hauptversammlung vorstellen. Er könne verstehen, dass die Anteilseigner angesichts der Verluste, die Intershop seit Jahren ausweist, beunruhigt sind. "Sie wollen endlich Erträge sehen."

Der Vorstandschef kündigte ein "knallhartes Controlling" zur Überprüfung der Wirtschaftlichkeit der Betriebsabläufe in Jena an und schloss Strukturveränderungen nicht aus. "Ich werde aber um jeden Arbeitsplatz kämpfen", sagte der 61-Jährige. Nach den Einschnitten in den vergangenen Jahren beschäftigt Intershop derzeit 250 Angestellte. (dpa/tc)

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