Alleskönner Fritzbox

Reizen Sie Ihren AVM-Router voll aus

Schwerpunkte? Keine - er interessiert sich vielmehr für (fast) alles, was mit IT, PC, Smartphone und Elektronik zu tun hat. Dabei geht es aber meist nicht um die Technik nur um der Technik willen, vielmehr stehen Nutzen und sinnvolle Anwendung im Vordergrund.

Gast-WLAN, Medienserver, Smarthome, Babyfone und vieles mehr

Die Liste der Fritzbox-Funktionen ist lang, nicht alles lässt sich hier ausführlich beschreiben. Zwei Funktionen sollen aber doch kurz erläutert werden: Gast-WLAN und Streaming.

Gäste daheim? Die sollen mit Ihrem Smartphone oder Tablet durchaus Ihr WLAN verwenden, ohne aber gleich Zugriff auf ihr komplettes Netzwerk zu bekommen. Die Lösung heißt WLAN-Gastzugang.

So geht’s: Das Gast-WLAN richten Sie ein, indem Sie nach dem Anmelden an der Fritzbox im Menü „WLAN -> Gastzugang“ die Option „Gastzugang aktiv“ einschalten. Standardmäßig schaltet sie sich nach 30 Minuten wieder ab, die Einstellung können Sie aber beliebig ändern. Nun müssen Sie nur noch einen (einfachen) Netzwerkschlüssel eintragen und mit „Übernehmen“ bestätigen, schon gelangen Gäste über Ihren Router ins Internet.

Webradio, WLAN-Lautsprecher oder Fernseher mit LAN- bzw. WLAN-Anschluss lassen sich in aller Regel als Abspielgerät für Musik sowie auf dem TV-Gerät zusätzlich für Bilder und Videos nutzen, Voraussetzung ist lediglich, dass die Geräte den DLNA-Standard unterstützen und Sie in der Fritzbox das Streamen einrichten.

So geht’s: Stecken Sie die externe Festplatte mit den Multimediainhalten über den USB-Anschluss an die Fritzbox an und deaktivieren Sie gegebenenfalls im Konfigurationsmenü des Routers unter „Heimnetz -> USB-Geräte -> USB-Fernanschluss“ die Option „USB-Speicher“. Nach dem Bestätigen mit „Übernehmen“ wechseln Sie links in die Rubrik „Heimnetz -> Speicher (NAS)“ und aktivieren die Option „Mediaserver aktiv“ und „Übernehmen“. Es dauert unter Umständen einige Minuten, bis hinter dem neuen Speichermedium in der Tabelle der Eintrag „ist erstellt“ angezeigt wird. Damit sind die Mediendateien indiziert und können über das Fernseh- oder ein anderen DLNA-Abspielgerät abgerufen werden.

Richtig komfortabel wird das Streaming, wenn Sie die Fritz Media App auf Ihrem Android-Smartphone oder -Tablet installieren. Denn damit haben Sie nicht nur Zugriff auf die Medieninhalte, sondern steuern zudem das Ausgabegerät – also die perfekte TV-Fernbedienung für die Fritzbox.

Hochfahren per „Wake on LAN“: Richtig in BIOS, PC und Fritzbox konfiguriert, muss man einen PC für den Zugriff per Fernwartungssoftware wie Teamviewer nicht mehr ständig laufen haben.
Hochfahren per „Wake on LAN“: Richtig in BIOS, PC und Fritzbox konfiguriert, muss man einen PC für den Zugriff per Fernwartungssoftware wie Teamviewer nicht mehr ständig laufen haben.

Wake on LAN: PC über die Fritzbox aus der Ferne starten

Programme wie Teamviewer für die Fernwartung oder den Zugriff auf Daten auf der PC-Festplatte zuhause sind praktisch, allerdings muss dazu der Rechner ständig laufen – sonst kann ja nicht darauf zugreifen. Soweit die Theorie. Denn die Fritzbox bietet die Möglichkeit, Windows-Computer auch aus der Ferne zu starten („Wake on LAN“). Dazu muss der Rechner über ein Netzwerkkabel mit dem Router verbunden sein. Ein Switch kann dazwischen sein, WLAN aber genügt nicht.

So geht’s:Melden Sie sich auf der Fritzbox-Oberfläche („fritz.box“) an und klicken Sie auf „Heimnetz -> Netzwerk“. Im Register „Geräte und Benutzer“ sind alle Geräte im Netzwerk aufgelistet. Klicken Sie beim PC Ihrer Wahl rechts auf das Bearbeiten-Symbol und aktivieren Sie im nächsten Schritt unten die Option „Diesen Computer automatisch starten, sobald aus dem Internet darauf zugegriffen wird“. Speichern Sie die Einstellungen über „OK“. Über den Fernzugriff lässt sich der Rechner nun über die Schaltfläche „Computer starten“ hochfahren.

Vorausgesetzt, in der „Energieverwaltung“ der Netzwerkkarte bzw. des Netzwerkadapters im Windows-Gerätemanager ist die Option „Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren“ eingeschaltet, funktioniert die Hochfahren sowohl aus dem Standby- als auch aus dem Ruhezustand des Rechners. Gegebenenfalls muss noch im BIOS bzw. UEFI die Funktion „Wake on LAN“ aktiviert werden. Eine ausführliche Anleitung zu „Wake on LAN“ auf der Fritzbox gibt es beim Hersteller.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation PC-Welt. (mhr)

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