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10.09.2007

Security-Gipfel in München

Check Point lud Anfang September zur jährlichen Partnermesse nach München. Mehr als 800 Besucher erfuhren: Der Sicherheitspezialist will schon im kommenden Jahr seine Vision einer umfassenden Sicherheitsarchitektur umsetzen.

Von Alexander Roth

Die beeindruckende Besucherzahl von über 800 Fachhändlern und IT-Spezialisten fand sich Anfang September im Münchener Hilton Hotel ein, um an der diesjährigen "Check Point Experience" teilzunehmen. Welche Bedeutung die Veranstaltung mittlerweile für die Security-Branche hat, zeigt das Einzugsgebiet der Besucher: Angereist waren die Teilnehmer aus dem gesamten europäischen Raum und zum Teil sogar aus Asien.

In den Mittelpunkt stellte der Security-Riese, der 2007 voraussichtlich einen Jahresumsatz von rund 600 Millionen Dollar erzielen wird, seine technische Vision: "Bereits im nächsten Jahr wollen wir den Markt mit einer mehrschichtigen Sicherheitsarchitektur beliefern, die zentral administrierbar ist und sowohl Gateway-Schutz als auch Endpunkt-Absicherung beeinhaltet", so CEO Gil Shwed in seiner Eröffnungsrede.

Check Point als Vorreiter

Damit werden seiner Vorstellung nach Unternehmen künftig in der Lage sein, sämtliche Schnittstellen ihres Netzwerks, vom Gateway bis hin zu den angebundenen mobilen Geräten wie Notebooks und PDAs, mit Hilfe der Lösung eines einzigen Anbieters abzusichern und von einer einzigen Plattform aus zu konfigurieren. Der Leistungsumfang des zugesagten Schutzes beinhaltet die Verteilung von Zugriffsrechten, Virenschutz, Firewall, Spam- und Content-Filter, Intrusion Prevention, Schnittstellenkontrolle (etwa von USBs) sowie das Bereitstellen von VPNs.

Das ist eine visionäre Ankündigung, wie Check Points Deutschland-Chefin Petra Jenner findet: "Bislang gibt es keinen Anbieter von Sicherheitslösungen im Markt, der ein solch umfangreiches Sicherungskonzept aufweist", betonte Jenner am Rande der Veranstaltung gegenüber ChannelPartner.

In der Tat zeigten sich die Messebesucher von den Ankündigungen beeindruckt: Alle technischen Workshops, in denen das Zusammenspiel der einzelnen Check- Point-Lösungen erläutert wurde, waren restlos überfüllt.

Skepsis gab es hingegen bezüglich der zeitlichen Vorstellungen, also wie schnell der Hersteller in der Lage sein wird, die Plattform zu liefern: "Ich halte das Konzept von Check Point für sehr gut. Meine Kunden fragen mich häufig nach einer solchen Lösung, da ihnen die gleichzeitige Konfiguration vieler Systeme schwer fällt. Doch ich befürchte, dass Check Point Schwierigkeiten haben wird, schon im nächsten Jahr die fertige Architektur zu liefern", so ein Systemhaus-Chef aus Schwaben gegenüber ChannelPartner.

Doch trotz solcher Bedenken scheint der Konzern mit der Entwicklung der neuen Lösung gut voranzukommen. Die Schlüsselrolle spielt dabei die Integration des im Dezember vergangenen Jahres übernommenen schwedischen Endpoint-Security-Spezialisten Pointsec: Damals zahlte Check Point knapp 600 Millionen Dollar für den Kauf des Unternehmens, das sich auf die Verschlüsselung von Daten auf Notebooks, PDAs, Smartphones und Speichersticks spezialisiert hatte.

Mit dem Integrationsprozess scheint der Konzern gut voranzukommen: Bereits im Messevorfeld hatte der Hersteller bekannt gegeben, die ehemaligen Pointsec-Produkte vollständig in das eigene Sortiment integriert zu haben und dem Channel auch das entsprechende Know-how anzubieten. Nur an einer einheitlichen Konfiguration beider Architekturen fehle es eben noch.

Regional, aber nicht an jeder Straßenecke

Exklusive Channel-News waren auf der Messe nicht zu hören: "Wir sind mit unserem deutschen Vertrieb sehr zufrieden", so Jenner. Sie plane auch keine Erhöhung der mit 400 wiederverkaufenden Unternehmen verhältnismäßig kleinen Zahl von Partnern.

Überlässt damit der Hersteller, der hierzulande das Gros seines Umsatzes mit Systemhaus-Riesen wie Computacenter und Dienstleistern wie Integralis erzielt, die regionale Abdeckung seiner Konkurrenz? Jenner widerspricht nur indirekt: "Uns ist ein hohes Niveau in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern wichtig. Unsere Produkte soll es nicht an jeder Straßenecke geben. Dennoch bieten wir mit unseren UTM-Appliances, die sich auch an kleinere mittelständische Unternehmen wenden, auch regionalen VARs interessante Lösungen an".

Auch für diese mittelstandsgerechten Lösungen hatte Check Point Neuigkeiten parat: Noch in diesem Jahr will der Hersteller seine Gateway-Schutzprodukte endlich um die lange versprochenen Spam-Filter erweitern.

Schließlich vermeldete der Konzern noch die Erneuerung einer bestehenden Partnerschaft: Check Point kooperiert künftig enger mit Nokia und Intel, um neue Plattformen anzubieten, die die Sicherung des Netzwerkverkehrs in hochperformanten Umgebungen ermöglichen sollen. Erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Sicherheitsplattform "Nokia IP2450", eine Security-Appliance, die bereits Intels Quad-Core-Chipsätze verwendet. Die drei Hersteller stellten die Lösung bereits auf der Veranstaltung gemeinsam vor (siehe Kasten).