Kampf der Systeme

Windows 7 und Mac-OS X 10.6 im Vergleich

Stephan Wiesend schreibt für die Computerwoche als Experte zu den Themen Mac-OS, iOS, Software und Praxis. Nach Studium, Volontariat und Redakteursstelle bei dem Magazin Macwelt arbeitet er seit 2003 als freier Autor in München. Er schreibt regelmäßig für die Magazine Macwelt, iPhonewelt und iPadwelt.

Kompatibilität

Auch ältere Programme laufen unter Windows 7 recht oft - ein Microsoft Word 2002 und ein über zehn Jahre altes Photoshop 5 LE ließen sich unter unserer Testversion problemlos installieren. Rigider geht da Apple vor: Nur Intel-Rechner werden unterstützt, obwohl noch sehr viele Anwender mit Macs mit G4 oder G5-Prozessor arbeiten. Der letzte Power PC-Mac, der Power Mac G5 wurde schließlich noch bis August 2006 angeboten. Mac-OS X 10.6 soll laut Berichten aus dem Internet Rosetta unterstützen - man könnte dann wenigstens seine alten PowerPC-Programme wie Office 2004 weiter nutzen. Classic-Programme sind dagegen unter Mac-OS X 10.6 dann nur noch mit Tools wie SheepSaver notdürftig nutzbar. Dagegen bietet Windows 7 auch die Möglichkeit, ein virtuelles Windows XP ("Windows XP-Modus" genannt) zu nutzen.

Optisch sind beide Systeme moderner und bunter gestaltet. Optisch wirken sie nach Meinung des Autors ähnlicher als etwa Windows XP und Mac-OS X 10.3. Auch die neue Taskleiste von Windows 7 hat viele Ähnlichkeiten mit dem Dock. Man kann hier häufig benötigte Programme ablegen, bei einem Mausklick sieht man alle Fenster eines Programmes aufgelistet. Frühere Windows-Versionen zeigten Fenster eines Programmes noch als einzelne Tasks. Wie das Dock kann die Taskleiste auch an den Bildschirmseiten positioniert werden. Eine weitere Option erinnert ebenfalls an das Dock: Klickt man mit der rechten Maustaste auf ein Programm, sieht man eine so genannte Sprungliste: Der Interne Explorer blendet dann unter anderem die Favoriten ein.

Die teureren Versionen von Windows werden auch die Funktion Windows Touch bieten, eine native Unterstützung von Touchscreens. Man kann bei unterstützten Bildschirmen etwa mit Gesten Bilder vergrößern, mit einem Tippen einen Mausklick ausführen - was wohl manchen an einen iPod Touch oder Apples neue Touchpads erinnert.

Zur Startseite