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31.08.2007

Strategie Smartphone

Jürgen Kotschenreuther
Dangaard Telecom setzte bisher vor allem auf den Zukunftsmarkt Smartphones. Ob dies auch nach der Fusion mit Brightpoint so bleibt, ist ungewiss.

Von Jürgen Kotschenreuther

Seit 2005 herrscht Unruhe bei Dangaard. Verkäufe und Verlust an Eigenständigkeit sind die Ursache. So veräußerte der Distributor die Tochter Teleservice International an Arvato Services, eine Tochter von Bertelsmann. Im Juni vergangenen Jahres zog sich Miteigentümer Debitel zurück, und Dan- gaard Telecom wurde an den skandinavischen Finanzinvestor Nordic Capital verkauft.

Durch die Fusion mit dem amerikanischen TK-Distributor Brightpoint im Februar dieses Jahres entsteht nun ein Distributor mit globaler Ausrichtung. Brightpoint ist vorwiegend im Heimatmarkt USA tätig, darüber hinaus aber auch in Lateinamerika, Australien, China und Indien. In Europa ist der US-Distributor beispielsweise in Deutschland und Irland aktiv. Wichtiger strategischer Partner ist Nokia.

Dangaard Telecom hat nach eigenen Angaben seine traditionelle Rolle als Distributor aufgegeben und diese durch neue Services weiterentwickelt. So sieht sich das Unternehmen heute in eigenen Worten als "der präferierte Value Adding Distributor für eine Vielzahl von Europas größten Mobilfunkherstellern, Netzbetreibern und Retail-Ketten". In Deutschland macht Dan- gaard Telecom rund 30 Pro-zent seines gesamten Umsatzes. Den weitaus größten Anteil erzielt der Distributor mit den Kunden Media Markt und Saturn. Darüber hinaus ist die deutsche Tochter über die Vertriebslinien Großfläche (Aldi, Lidl, Metro), Fachhandel, "New Channels", Operators, Enterprise und Subdistribution tätig.

Smartphones im Fokus

Neben dem traditionellen GSM-Geschäft will die deutsche Dangaard den neuen Markt mit Smartphones bearbeiten. Schon 2004 nahm der Distributor dieses Segment ins Visier. "Das Smartphone-Geschäft hat hohe strategische Bedeutung", sagt Geschäftsführer Jörn Husted.

"Allerdings ist das Geschäft nicht einfach, insbesondere in Deutschland", weiß der Däne, der sieben Jahre die Geschäfte der dänischen Tochter führte. Länder wie beispielsweise Dänemark, Italien und Norwegen seien in Sachen Smartphones viel weiter.

In Deutschland gebe es in den Unternehmen extrem hohe Sicherheitsbedürfnisse und ausgeprägte Ängste, dass Geräte abhanden kommen und vertrauliche Informationen und Kundendaten von Unbefugten missbraucht werden könnten. "Dabei sind diese Ängste völlig unbegründet", meint Husted. Der Markt biete inzwischen genügend professionelle Mittel und Maßnahmen, um Missbrauch vorzubeugen.

Um im deutschen Smartphone-Geschäft wirklich voranzukommen, will Husted die Zusammenarbeit mit IT-Systemhäusern etablieren und ausbauen. "Wir suchen jetzt Partner für unser deutsches Smartphone-Geschäft." Und es gibt bereits erste Erfolge. So konnte die deutsche Dangaard Telecom nach eigenen Angaben namhafte Systemhäuser wie beispielsweise Bechtle, Computacenter, T-Systems und Intellecom für eine Zusammenarbeit gewinnen. Dank der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den genannten IT-Systemhäusern kann der Distributor diverse Referenzen im Enterprise-Segment vorweisen, so beispielsweise ENBW, BASF, Fujitsu Siemens, Robert Bosch, Bosch Siemens Haushaltsgeräte (BSH) und Microsoft. Auch mit Audi und Daimler arbeitet das Unternehmen bei Smartphone-Projekten zusammen.

Für den Zukunftsmarkt Smartphone sieht Husted die Dangaard Telecom gut gerüstet: "Wir haben in unserem Headquarter viele Expertisen und fähige Spezialisten, die uns bei Bedarf unterstützen. Darüber hinaus können wir auf die Erfahrungen bei der Schaffung und dem Einsatz innovativer Gesamtlösungen in den Fortschrittsländern bauen. Und in Düsseldorf sorgen unsere versierten Kollegen für eine effektive Zusammenarbeit mit führenden Herstellern und Netzbetreibern wie zum Beispiel Nokia und Vodafone."

Ob diese Strategie von der neuen Brightpoint-Konzernspitze um Robert J. Laikin unterstützt wird, ist nicht sicher. Ein Interview mit dem Manager kam nicht zustande. Selbst die Zusendung eines Fotos wurde verweigert. HAF