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26.08.2014 - 

Rangliste nach Umsätzen

Die größten Systemhäuser 2013

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
Die größten Systemhäuser Deutschlands haben im Kalenderjahr 2012 hartnäckig um Wachstum gekämpft und dabei auch Akquisitionen nicht gescheut. Dennoch hat sich auf den vorderen Plätzen der Rangliste nicht viel getan.

Nahezu im Gleichschritt haben die sechs größten Systemhäuser Deutschlands ihr Wachstum vorangetrieben. So konnten zwar alle führenden Anbieter im Jahr 2012 kräftig zulegen, die Rangfolge der größten Systemhäuser blieb indes unverändert.

Das ist umso erstaunlicher, als die Kontrahenten auf Rang drei und vier – Cancom und Comparex – im vergangenen Jahr mit ihrer vorsichtigen, organischen Wachstumsstrategie gebrochen und Firmen übernommen haben. Obendrein wuchs Fritz & Macziol auch ohne Zukäufe mit atemberaubendem Tempo: Um 26,6 Prozent schraubte Deutschlands sechstgrößtes Systemhaus den Umsatz nach oben – so flink war kein anderer unter den Top Sechs. Da aber alle Konkurrenten ebenfalls erheblich zulegen konnten, veränderte sich die Reihenfolge nicht.

Spannend blieb das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Tabellenspitze: Zwar wuchs Branchenprimus Computacenter im vergangenen Jahr nur halb so viel (plus 58 Millionen Euro) wie Verfolger Bechtle (plus 119 Millionen), für einen Platzwechsel reichte es aber nicht. Zusammen ziehen die beiden ihre Kreise unbedrängt von der Konkurrenz. Der enorme Abstand von knapp einer Milliarde Euro zum Drittplatzierten blieb fast unverändert.

Lesen Sie dazu auch: "Die kundenfreundlichsten Systemhäuser 2013"

Gerüchte um Cancom

Die Kontinuität schafft Raum für Spekulationen, in deren Zentrum sich Bechtle und Cancom wiederfinden. Ausgangspunkt der Gerüchte ist Karin Schick, Tochter des Bechtle-Gründers Gerhard Schick, die im April 2013 rund zehn Prozent an Cancom erworben hat. Seitdem rätselt die Branche über eine mögliche Übernahme von Cancom durch Bechtle, an dem Karin Schick auch 35 Prozent der Anteile hält. Doch Vater Schick beschwichtigte: Die Beteiligung sei Privatsache. Ganz verstummt sind die Mutmaßungen aber nicht.

Ende August wurde bekannt, dass Schick sein Cancom-Aktienpaket von 10 auf 2,4 Prozent reduziert hat und dabei einen Spekulationsgewinn von fünf Millionen Euro verbuchen konnte.

Zudem wurde die Branche von einigen Wechseln im Topmanagement aufgerüttelt. Oliver Tuszik, der die Geschicke von Computacenter 18 Jahre lang bestimmte, verließ das Haus Mitte 2013, um als Deutschland-Chef bei Cisco anzuheuern. Seinen Posten übernahm Reiner Louis, der bislang als Vorstand das Managed-Services- und Lösungsgeschäft verantwortete.

Überraschend und ebenfalls in Richtung Netzwerkhersteller machte sich im Juni 2012 Comparex-CEO Walter Denk auf. Seit September ist er bei Avaya der Vorsitzende der Geschäftsführung. Das Ruder bei Comparex führt jetzt Achim Herber, bis dato CEO des IT-Dienstleisters Datalog, den Comparex Anfang 2012 geschluckt hatte.

Von langer Hand geplant, ging Oliver Schallhorn im Sommer 2013 bei Fritz & Macziol von Bord. Er hatte sich bereits Ende 2011 aus der Geschäftsführung zurückgezogen. Seine Aufgaben obliegen nun dem erweiterten Management-Board, das Mitte 2011 eingerichtet wurde und dem neben Heribert Fritz bis Ende 2012 auch Frank Haines angehörten. Haines hat inzwischen das Unternehen verlassen und startete Anfang Juni 2013 als Geschäftsführer des Systemhauses DextraData.

Auf der nächsten Seite gehen wir näher auf Computacenter, Cancom und Bechtle ein.