Grundig will A-Marke werden

25.06.2007

Grundig nach der Restrukturierung

Die neue Führungsspitze von Grundig besteht aus Geschäftsführer und CEO Hans-Peter Haase, Dr. Michael Petersheim (Chief Financial Officer), Robert Guard (Director Product Management), Tolga Akar (Chief Sales Officer) und Temel Aras (Chief Organisation Officer).

Horst Nikolaus verantwortet den Vertrieb der Region Central.
Horst Nikolaus verantwortet den Vertrieb der Region Central.

Auch der internationale Vertrieb wurde neu organisiert. Aus ehemals 15 nationalen Vertriebsorganisationen wurden vier Regional Sales Organisations (RSO), in denen Länder mit vergleichbaren Kunden- und Marktstrukturen zusammengefasst wurden. Jede dieser RSO untersteht einem Regional Sales Director, der unter anderem für Vertriebssteuerung und -planung sowie für die Kommunikation mit dem Handel zuständig ist. Die RSO Central (Deutschland, Österreich, Schweiz und Benelux) wird von Horst Nikolaus geleitet. Alle vier RSOs gehören zum Verantwortungsbereich von CSO Tolga Akar.

Das Produktmanagement unter Bob Guard wurde ebenfalls gestrafft und neu organisiert. Die Bereiche Audio, Storage (zum Beispiel DVD-Rekorder und -Player) sowie Reception wurden zusammengefasst. Als Director Product Group Non-Vision leitet Oliver von Kospoth diesen Bereich. Für die Product Group Vision (TV) zeichnet Jürgen Bauer verantwortlich, die Business Unit Home Appliances mit den Produktgruppen Personal Care und Floor Care leitet Michael Geisler.

Meinung der Redakteurin

Sicherlich kennen Sie alle die Witzfrage: Warum sind in Ostfriesland die Omnibusse zehn Meter breit? Antwort: Weil dort alle Fahrgäste neben dem Fahrer sitzen wollen.

Ähnlich sieht es an der Spitze des deutschen Marktes für CE aus. Mindestens zehn Hersteller wollen eine A-Marke sein (oder bald werden) und beanspruchen demnach einen Platz unter den Top-Fünf. An der Marktspitze herrschen aber keine ost-friesischen Verhältnisse. Nun stellt sich die Frage: Wer hat das Zeug zur führenden A-Marke? Grundig will es noch in diesem Jahr werden.

Was spricht dafür: hohe Markenbekanntheit (96 Prozent), 50 Jahre Tradition, motivierte Manager und Mitarbeiter, Commitment zum Fachhandel, hohe Ansprüche an Qualität und Design.

Was spricht dagegen: Bei Qualität und Liefertreue ist Grundig auf Beko angewiesen. Der türkische Anteilseigner und TV-Produzent hatte in der jüngsten Vergangenheit aber genau damit massive Schwierigkeiten. Bezieht sich die Kundentreue überhaupt auf eine Marke oder nicht viel eher auf einen Fachhändler des Vertrauens?

Was denken Sie darüber? Zu diesem Thema haben wir die Umfrage der Woche gestartet, die Sie auf der Startseite von channelpartner.de finden. Nehmen Sie an der Umfrage teil, denn Ihre Meinung zählt. (go)

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