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Ausgabe der Horizon-Maschine an Händler

Apple erleichtert iPhone-Reparatur

14.06.2017
Von Peter Müller
Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Eine bisher geheim gehaltene Reparatur-Maschine will Apple nun auch außerhalb seiner Stores einsetzen lassen.
Apple will 400 seiner proprietären Maschinen zur Behebung von Glasschäden an autorisierte Händler und Reparaturcenter in 25 Ländern schicken.
Apple will 400 seiner proprietären Maschinen zur Behebung von Glasschäden an autorisierte Händler und Reparaturcenter in 25 Ländern schicken.
Foto: Chones - Shutterstock.com

Apple steht unter dem Druck des Gesetzgebers, Reparaturen des iPhone zu erleichtern und zu vergünstigen. Die Reaktion erfolgt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, will Apple 400 seiner proprietären Maschinen zur Behebung von Glasschäden an autorisierte Händler und Reparaturcenter in 25 Ländern schicken.

Den Anfang machen Filialen der Elektronikhandelskette Best Buy in den USA, eine Maschine steht bereits in einem Laden in Miami, in Kürze kommt eine weitere nach Sunnyvale, Kalifornien. Der Einsatz des von Apple "Horizon" genannten Werkzeugs war bisher auf die rund 500 Apple Stores und die zentrale Reparaturwerkstatt des Unternehmens beschränkt. In acht US-Bundesstaaten versucht sich die Legislative an Gesetzen über Reparaturrechte, die Technikhersteller dazu zwingen sollen, ihre geschlossenen Servicesysteme dem Wettbewerb zu öffnen. Apple und andere argumentieren mit Gerätesicherheit gegen das Vorhaben, nur die Hersteller und zertifizierte Betriebe könnten eine fachgerechte Reparatur gewährleisten.

Gegenüber Reuters dementiert Apple einen Zusammenhang zwischen dem Fair Repair Act und der Ausgabe der bisher geheimen Horizon-Maschine. Bisher hatte Apple nicht einmal deren Existenz bestätigt, nun aber die Presseagentur einen näheren Blick darauf werfen lassen. Die ersten 200 Exemplare sollen innerhalb der nächsten Monate ausgegeben werden, bis Ende des Jahres will Apple die Zahl verdoppeln. Weltweit hat der iPhone-Hersteller etwa 4800 Unternehmen als Reparaturdienstleister zertifiziert, nur dort kann es zu Garantie konformen Austausch defekter Teile kommen. Was passieren kann, wenn nicht von Apple autorisierte Werkstätten kritische Komponenten austauschen, mussten Besitzer des iPhone 6 im Frühjahr 2016 erfahren, als sie nach einem auf die Reparatur folgenden Update ihr Telefon wegen des Error 53 nicht mehr benutzen konnten. Nur die Horizon-Maschine sei in der Lage, dem Hauptprozessor des iPhone die Echtheit des mit dem Bildschirm ausgetauschten Fingerabdrucksensors zu bestätigen.

Mit der Weitergabe der Horizon-Maschine reagiert Apple laut Aussagen seines Senior Director of Service Operations Brian Nauman auf gestiegene Wartezeiten für Reparaturen in den Apple Stores. Pilotprojekte bei Retail-Partnern liefen schon seit gut einem Jahr.