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Die CP-Querschläger-Kolumne

Cyber-Security - ein Paradox?

Kommentar  13.02.2017
ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Solange Netze so konstruiert werden, dass sie von Regierungsdiensten und anderen "Blackhats" gehackt werden können, solange bleibt die Cloud unsicher, glaubt der CP-Querschläger.

Dass der Digitalisierungs-Hype um Cloud, IoT oder Industrie 4.0 nur Vorhaben sind, um Geschäftsgeheimnisse, Patente und Privates abgreifen zu können, geht sogar mir als Cloud-Skeptiker ein wenig zu weit.

Allerdings steigt das Risiko für einen Angriff auf unsere Daten mit jedem Zugang von und nach außen. Jeder Account in der Cloud, egal ob bei Facebook, Microsoft, Google oder Apple ist im Extremfall auch ein Zugang zu meinen Daten. Ich gebe den Unternehmen im übertragenen Sinn meinen Haustürschlüssel in die Hand, hoffend, dass sie ihn ohne Erlaubnis nicht benutzen.

Das Risiko eines Angriffs steigt mit jedem Zugang von und nach außen.
Das Risiko eines Angriffs steigt mit jedem Zugang von und nach außen.
Foto: Negovura - shutterstock.com

Damit das nicht passiert, brauchen wir die Internet-Sicherheit, die kontrolliert und protokolliert was sich im Firmennetz tummelt. Nun bestehen Regierungen darauf, möglichst unbemerkt mittels "Backdoor" oder anderer Abkommen in fremde IT eindringen zu können. Diese von Softwareunternehmen, Providern und Hardwareherstellern bereitgestellten "Noteingänge" verursachen wiederum Lücken im Sicherheitssystem, die der Gesetzgeber gar nicht schließen will.

So gesehen produziert jeder neue Anwender, jeder neue Account in der Cloud neue Lücken und somit Einfallsmöglichkeiten für digitales Ungeziefer. Die Bundesregierung, selbst Auftraggeber für Spionagesoftware und Trojaner, finanziert derzeit zig Projekte mit Steuermillionen, um das Gefahrenpotenzial überhaupt erst einmal erkennen zu können. So unsicher sind Cloud, IoT und Industrie 4.0 derzeit.

Immerhin scheint es sich bei den betroffenen Unternehmen herumzusprechen, dass digitale Unsicherheit keine vernünftige Basis für die von Cloud-Anbietern propagierte Transformation ist.

Wer also behauptet, die Gefahren der Digitalisierung liegen noch im Dunkeln, ist der gleichen Überzeugung wie Universitäten, Hersteller von Cyber-Security Software, die staatlichen Stellen für digitales Neuland, Versicherungen, Experten vom CCC und nicht zuletzt Edward Snowden. Cyber-Security ist derzeit paradox.

Mein Fazit: Solange Netze so konstruiert werden, dass sie von Regierungsdiensten gehackt werden können, solange können auch andere "Blackhats" auf unsere Daten zugreifen und solange wird die Cloud nicht sicher. Immerhin scheint es sich bei den betroffenen Unternehmen herumzusprechen, dass digitale Unsicherheit keine vernünftige Basis für die von Cloud-Anbietern propagierte Transformation ist.

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ChannelPartner Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz. Alle Kommentare des CP-"Querschlägers" finden Sie hier, in dem "Querschläger"-Archiv.