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IT-Security-Trends 2015

Das beschäftigt Unternehmen im kommenden Jahr

Ivo Strigel ist seit Mai 2013 Senior Manager Channel Sales für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Osteuropa bei Blue Coat. In dieser Position verantwortet er den Vertrieb über Channel-Partner in den genannten Regionen. Der Diplom-Ingenieur ist seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Positionen im Bereich IT-Vertriebs- und -Management tätig und verfügt über eine tiefgehende Expertise zu den Themen IT-Business, Networking und Security.

IT-Sicherheit wird auch im Jahr 2015 ein großes Thema in Unternehmen aller Branchen sein. Wir nennen die sieben wichtigsten IT-Security-Trends und zeigen auf, wie sich Unternehmen am besten schützen können.
Hacker und Cyberkriminelle werden auch im nächsten Jahr neue Wege finden, um Daten zu klauen oder Manipulationen durchzuführen.
Hacker und Cyberkriminelle werden auch im nächsten Jahr neue Wege finden, um Daten zu klauen oder Manipulationen durchzuführen.
Foto: WaveBreakMediaMicro, Fotolia.com

Mit dem zunehmenden Anstieg von Social Engineering wird auch Malvertising im kommenden Jahr ein immer wichtigeres Thema, denn Social Engineering öffnet Malware erst die Tür. Da Angriffs-Tools immer häufiger Informationen aus sozialen Netzwerken nutzen, können Attacken gezielter und wirksamer eingesetzt werden. So wird das Wissen über die Opfer zum Schlüssel, um Zugriff auf Systeme und Daten zu erhalten. Wenn Nutzer dazu verleitet werden, Ads und Links auf virenbehafteten Seiten anzuklicken sowie Apps zu installieren, stellt dies ein zunehmendes Sicherheitsrisiko für Unternehmen dar.
Insbesondere große Mediengesellschaften müssen sich verstärkt damit beschäftigen. Denn sie stellen schon jetzt fest, dass die angezeigte Werbung aus Partnernetzwerken des Öfteren Malware beinhaltet. Dadurch steigt das Risiko, dass die Systeme der Website-Besucher mit Schadprogrammen infiziert werden. Um dies zu vermeiden, sollten Medienunternehmen ihre Werbepartner stärker unter Druck setzen, damit diese Malware effizient bekämpfen.

Unerwünschte Software macht mobile Geräte unsicher

Bei mobilen Geräten wird Potentially Unwanted Software (PUS) 2015 ein großes Thema sein. Denn die Erlaubnis zur Installation ist immer öfter tief versteckt in Lizenzverträgen, so dass sie von Anwendern leicht übersehen wird. Insbesondere beim Download einer Gratis-App haben Nutzer am Ende ungewollt schnell auch eine PUS auf ihrem Smartphone oder Tablet. App-Anbieter sammeln so einfach Informationen über das Nutzerverhalten im Internet - offiziell um die "Browsing Experience" zu verbessern. Allerdings erhalten sie dadurch auch das nötige Wissen, um jedem App-Nutzer passgenauere Werbung anzuzeigen. Letztendlich hat die Implementierung von PUS also finanzielle Gewinne zum Ziel. Für den Nutzer birgt das jedoch ein konkretes Risiko, denn infizierte mobile Geräte werden durch PUS deutlich langsamer und unsicherer.

Mit Ransomware Lösegeld erpressen

Ob Cryptoblocker oder CryptoWall - Cyberkriminelle nutzen immer häufiger Ransomware, um Dateien von Anwendern zu verschlüsseln und dann für die Entschlüsselung Lösegeld zu erpressen. Viele Nutzer waren 2014 bereits davon betroffen. Den zukünftigen Angriffen werden jedoch auch Erkundungen des Zielrechners oder Zielsystems vorhergehen. Das heißt, dass Dateien nicht mehr nur noch verschlüsselt werden, sondern Cyber-Kriminelle direkt auf Dateiverwaltungen zugreifen und mit diesem Druckmittel noch höhere Summen einfordern können. Im nächsten Jahr stehen voraussichtlich verstärkt kleine Unternehmen oder kleine Regierungsorganisationen, die über ein ansehnliches Bankkonto verfügen, im Visier dieser Schadsoftware.

Neben Ransomware wird auch Espionage Ware 2015 eine größere Rolle spielen. War die Überwachungs-Software 2014 schon ein Thema, wird sie im nächsten Jahr zu heißen Diskussionen führen. Denn im Zuge internationaler Konfliktsituationen entwickeln immer mehr Sicherheitsunternehmen und Staaten Espionage Ware und setzen diese ein, um Aktivitäten bestimmter Zielpersonen zu überwachen und zu bestimmen, ob diese ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Mehr Ressourcen für eine sichere IT

Wie Heartbleed und Shellshock bereits gezeigt haben, kann ein einziger Fehler ein ganzes System ins Wanken bringen. Diese Erfahrungen haben die komplette IT-Landschaft geprägt. Daher werden diese und ähnliche Bugs auch 2015 großen Einfluss haben. Da Entwickler zunehmend in Code-Analysen von Open-Source-Software investieren oder eine auf dem Markt erhältliche Alternative in Betracht ziehen, bei der die Haftpflicht bei einem Dritten oder Lizenzgeber liegt, werden die Entwicklungs- und Technologiekosten steigen. Darüber hinaus ist eine Fragmentierung der Open-Source-Landschaft zu erwarten. Generell wird diese Entwicklung dazu führen, dass Anbieter mehr Ressourcen in dringend notwendige Versionen zur Instandhaltung investieren müssen, so dass weniger Zeit und Kosten in neue Entwicklungen gesteckt werden können.

Verschlüsselten Netzwerk-Traffic prüfen

Auch Datenschutz und Datensicherheit werden verstärkt Dreh- und Angelpunkt für IT-Security-Überlegungen von IT-Entscheidern sein. Denn Unternehmen müssen die steigenden Sicherheitsanforderungen mit entsprechenden Compliance-Anforderungen in Einklang bringen. So wird die Verschlüsselung von Online-Kommunikation und Daten-Traffic 2015 deutlich zunehmen. Aber auch Malware wird sich Verschlüsselung zunehmend zunutze machen, um in Unternehmen unbemerkt Schaden anzurichten. Hier sind Firmen gefordert: Sie müssen auch den verschlüsselten Netzwerkverkehr überprüfen und zwar ohne die Privatsphäre der Mitarbeiter zu beeinträchtigen.
Sie sollten daher in der Lage sein, Entschlüsselungslösungen flexibel an ihre Geschäftsanforderungen anzupassen. Dazu bieten sich beispielsweise Lösungen für das Encrypted Traffic Management (ETM) an. Denn sie beseitigen blinde Flecken, indem sie Tools zur Bekämpfung der im SSL-verschlüsselten Traffic versteckten Bedrohungen bereitstellen und die Einhaltung von Datenschutz- und Compliance-Vorgaben gewährleisten. So können Unternehmen Advanced Cyber Threats bekämpfen, ganzheitliche Sicherheitsrichtlinien umsetzen und die Privatsphäre der Anwender schützen. (bw)