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Patente

Der wahre Unterschied zwischen Google und Apple

09.03.2017
Von Simon Lohmann
Simon Lohmann ist Volontär bei der IDG Business Media GmbH. Im September 2017 beendete er sein Studium „Medienkommunikation & Journalismus“ an der FHM in Hannover, seit 2015 ist er freier Journalist bei der Macwelt.
Google und Apple gehören mit zu den erfolgreichsten Unternehmen auf der Welt. Doch vergleicht man mit Hilfe einer grafischen Darstellung die jeweiligen Patente der beiden Technik-Riesen, so wird der wahre Unterschied erst deutlich.
Apple und Google im Verlgeich
Apple und Google im Verlgeich
Foto: Periscopic

Google und Apple arbeiten sehr verschieden: Während Apple größtenteils von einer zentralisierten Entwicklungsstruktur angetrieben wird, pflegt Google eine „open-source“ Vorgehensweise bei neuen Produkten. Und wie das anhand einer Grafik aussehen könnte, hat das in Portland angesiedelte Visualisierungsstudio Periscopic umgesetzt. Diese Visualisierungen vergleichen sogenannte „innovation signatures“, also von Apple und Google beantragte Patente aus den letzten 10 Jahren.

Links. Apple, Rechts: Google
Links. Apple, Rechts: Google
Foto: Peiscopic

Um verstehen zu können, was diese Visualisierung eigentlich aussagt, muss man wissen, dass jeder Farbfleck einen eigenen Patenterfinder darstellt, und da viele Patente mehrere Erfinder haben, sind Erfinder und Co-Erfinder mithilfe einer Linie miteinander verbunden. Bei der Visualisierung von Apple breiten sich die Verbindungen ungleichmäßig aus, bei Google scheinen die Verbindungen konzentrierter.

„In den letzten 10 Jahren hat Apple mit einem Team von 5.232 Erfindern rund 10.975 Patente erlassen, und bei Google haben 8.888 Team-Mitglieder etwa 12.386 Patente beantragt“, zitiert fastcodesign Wes Bernegger, Datenforscher bei Periscopic. Diese Daten scheinen auf den ersten Blick erst einmal sehr ähnlich zu sein. „Der größte Unterschied liegt in der Existenz von einer Gruppe von stark vernetzten und erfahrenen „Super Erfindern“ im Kern von Apple, wohingegen die Innovationsstruktur bei Google gleichermaßen verteilt ist. Dies lässt auf eine Top-Down, ein mehr zentralisiert kontrolliertes System bei Apple schließen, bei Google auf ein potenzielles unabhängiges und dennoch funktionstüchtiges System“.

Apple
Apple
Foto: Peiscopic

Google
Google
Foto: Peiscopic


Im Vergleich zu Apple hat Google eine relativ flache Organisationsstruktur und viele kleine Teams, die aus fähigen Mitarbeitern bestehen. Dies wird vor allem in der Grafik deutlich. Dafür soll laut Bernegger bei Apple eine stärkere „Vernetzung und Zusammenarbeit“ stattfinden. „Die durchschnittliche Anzahl an Erfindern pro gelistetem Patent liegt bei Apple bei 4,2. Bei Google sind es 2,8. Das bedeutet, dass ein Erfinder bei Apple durchschnittlich mehr als doppelt so viele Patente beantragt hat wie Google.“ (Macwelt)