IAM-Trends 2021

Einstieg in das passwortlose Unternehmen



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Passwortlose Authentifizierung, Automatisierung und die Einführung einer neuen Sicherheitskultur sollten nach Ansicht von LogMeIn im kommenden Jahr eine besonders große Rolle spielen.
"Im Jahr 2021 werden immer mehr Unternehmen passwortlose Authentifizierung einführen." Gerald Beuchelt, CISO bei LogMeIn
"Im Jahr 2021 werden immer mehr Unternehmen passwortlose Authentifizierung einführen." Gerald Beuchelt, CISO bei LogMeIn
Foto: LogMeIn

Gerald Beuchelt ist überzeugt, dass sich die Bereiche Authentifizierung und Autorisierung in Unternehmen im kommenden Jahr ändern werden. Er ist CISO (Chief Information Security Officer) beim IAM-Spezialisten LogMeIn, der auch den Online-Passwort-Manager LastPass im Portfolio hat. Nach Ansicht von Beuchelt muss es 2021 einen Wandel in der Sicherheitskultur vieler Unternehmen geben. So werde es für die IT-Sicherheitsteams "unerlässlich sein, Schulungen, Guidelines und neue Produkte zu implementieren".

Dabei müsse auch der Datenschutz zu "einem integralen Bestandteil des Alltagslebens der Teams werden - unabhängig von ihrer Rolle und ihrem Standort". Etwas wird sich allerdings auch 2021 nicht ändern: So geht Beuchelt davon aus, dass die Mitarbeiter im Home-Office weiter im Fokus von Cyber-Kriminellen stehen werden. Zu ihrer Absicherung empfiehlt er den Einsatz von SSO-Lösungen (Single-Sign-on) sowie eine moderne Passwortverwaltung und Multifaktor-Authentifizierung (MFA).

Beuchelt rechnet zudem damit, dass viele Unternehmen eine sogenannte passwortlose Authentifizierung einführen. Damit könne unter anderem verhindert werden, dass die Mehrfachnutzung von Passwörtern reduziert wird. Diese sei immer wieder besonders im Home Office ein Problem.

Der Automatisierung in der IT-Security misst Beuchelt eine bedeutende Rolle zu, da sich Unternehmen im kommenden Jahr mit einer erheblichen Zunahme an böswilligen Angriffen befassen müssen. Dennoch seien viele Teams mit begrenzten Budgets und Ressourcen konfrontiert. Das mache es nach Angaben von Beuchelt "schwierig, mit der schieren Zahl an Sicherheitsbedrohungen Schritt zu halten". Unternehmen sollten sich daher nicht mehr nur auf die manuelle Erkennung, Reaktion und Abwehr von Bedrohungen verlassen.

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