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Zum Preis von 250 Millionen Dollar

Fireeye übernimmt Verodin

Peter Marwan lotet kontinuierlich aus, welche Chancen neue Technologien in den Bereichen IT-Security, Cloud, Netzwerk und Rechenzentren dem ITK-Channel bieten. Themen rund um Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen bei der Nutzung der neuen Angebote durch Reseller oder Kunden greift er ebenfalls gerne auf. Da durch die Entwicklung der vergangenen Jahre lukrative Nischen für europäische Anbieter entstanden sind, die im IT-Channel noch wenig bekannt sind, gilt ihnen ein besonderes Augenmerk.
Verodin bietet eine Plattform an, mit der sich die Effektivität von Maßnahmen zur Steigerung der IT-Sicherheit in Firmen waren. Das hilft nicht nur lückenhafte oder schwache Bereiche zu identifizieren, sondern auch festzustellen, wenn Sicherheitsaspekte unnötigerweise mehrfach abgedeckt sind.

Fireeye übernimmt die in Greensboro im US-Bundesstaat Virginia ansässige Firma Verodin. Das Unternehmen hat eine Plattform entwickelt, mit der Unternehmen prüfen können, wie effektiv ihre Bemühungen im Bereich IT-Sicherheit sind. Die Übernahme lässt sich Fireeye 250 Millionen Dollar kosten.

Die Verodin-Mitgründer Ben Cianciaruso (zuletzt COO) und Christopher Key (zuletzt CEO) konnten ihr Unternehmen jetzt für 250 Millionen Dollar an Fireeye verkaufen.
Die Verodin-Mitgründer Ben Cianciaruso (zuletzt COO) und Christopher Key (zuletzt CEO) konnten ihr Unternehmen jetzt für 250 Millionen Dollar an Fireeye verkaufen.
Foto: Buisnesswire

Mit dem von Verodin als "Security Instrumentation Platform" bezeichneten Angebot will Fireeye nicht nur sein Produktportfolio ergänzen, sondern aller Voraussicht nach auch seine Services ausbauen. Dafür ermöglicht die Verodin-Plattform zum Beispiel Tests, mit denen sich auf Fehlkonfigurationen und Änderungen in der IT-Landschaft zurückgehende Probleme ermitteln lassen. Aber auch mögliche Schwachstellen aufgrund veränderter Methoden der Angreifer sollen sich damit frühzeitig feststellen lassen.

Zusammen mit bisherigen Fireeye-Angeboten soll sich auch testen lassen, wie vorhandene Security-Produkte mit bekannten oder neu entdeckten Angriffsmethoden umgehen und zurechtkommen. Die Verodin-Technologie soll in Fireeye Helix, ein Werkzeug zur Orchestrierung von IT-Security, integriert werden. Damit können Fireeye-Kunden dann Maßnahmen zur Weiterentwicklung ihrer Security-Strategie priorisieren und Kontrollschleifen automatisieren.

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Das Angebot von Verodin soll aber auch künftig als unabhängiges Produkt erhältlich sein und sowohl über die bisherigen Verodin-Partner (vor allem in Nordamerika) sowie auch die Fireeye-Reseller vermarktet werdenFireeye erwartet, dass die Übernahme von Verodin den eigenen Umsatz 2019 um 20 Millionen Dollar und 2020 sogar um mehr als 70 Millionen Dollar steigern wird. Der Hersteller erhofft sich also offenbar eine deutliche Absatzsteigerung für die Verodin-Produkte durch seinen breiter und tiefer aufgestellten Vertrieb und seine Partnerlandschaft. Seit Frühjahr 2018 ist Nuvias europaweit Distributor für Fireeye.

Gründer und Investoren von Verodin dürften zufrieden sein

Verodin wurde 2014 gegründet. Im Sommer 2018 bekam es in einer Serie-B-Finanzierungsrunde 21 Millionen Dollar von Investoren. Zu denen gehörten TenEleven Ventures, Bessemer Venture Partners, Capital One Growth Ventures und Citi Ventures. Mark Hatfield von TenEleven erhielt im Zuge des Invests einen Sitz im Board.

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Im Management von Verodin finden sich Veteranen aus Firmen wie Arcsight, Cisco, HP, IBM, McAfee, RSA, Splunk und Symantec. Daneben sind Ex-Mitarbeiter der US-Luftwaffe und der US-Armee sowie von Verizon vertreten. Für Fireeye, dass sich schon früher gegen Gerüchte wehren musste, dass bei seiner Gründung die CIA im Spiel gewesen sei, könnte diese Nähe zu US-Behörden in einigen Ländern vorteilhaft, in anderen dagegen sehr nachteilig sein.

Die Vorbehalte rührten möglicherweise daher, dass damals der Investor In-Q-Tel, die Wagniskapitalsparte des US-Geheimdiensts CIA, an Fireeye beteiligt war. Die Beteiligung umfasste zwar lediglich ein Prozent der Firma, sorgte bei misstrauischen Anwender aber dennoch für Sorgenfalten. Sie können zum Beispiel zu den Angeboten von Sumo Logic oder Splunk greifen, um ähnliche Ergebnisse wie mit Verodin zu erzielen.