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USA vs. China

Huawei darf mit US-Firmen wieder Geschäfte machen

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
US-Präsident Trump lockert die Beschränkungen für Huawei. Damit erhält Huawei auch wieder eine Android-Lizenz.

Vor über einem Monat hatte die USA die Sanktionen gegen Huawei verhängt, aufgrund derer Huawei die Android-Lizenz verloren hatte. Am Wochenende folgte nun die Kehrtwende: US-Präsident Donald Trump erklärte auf einer Pressekonferenz auf dem G20-Gipfel in Tokio, dass US-Unternehmen wieder Geschäfte mit Huawei machen dürfen. Zuvor hatte sich Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping getroffen.

Aufgrund dieser Erklärung ist es unter anderem Google wieder gestattet, die Android-Lizenz an Huawei zu verkaufen. Trump vermied es in seiner Erklärung auch, konkret die Namen von US-Unternehmen wie Google, Qualcomm oder Intel zu nennen. Stattdessen verwies er auf die "komplexen und hoch-wissenschaftlichen" Produkte von US-Firmen. Konkret erklärte Trump: "Was wir im Silicon Valley getan haben, ist unglaublich und niemand kann damit konkurrieren, und ich habe zugestimmt, dass sie diese Produkte weiterhin (an Huawei) verkaufen dürfen."

Trotz der Trump-Ankündigung hat Huawei aber keinen kompletten Zugang zum US-Markt zurückerhalten. Trump betonte in seiner Mitteilung, dass US-Firmen ihre Komponenten an Huawei verkaufen dürfen, solange es sich um Komponenten handelt, für die es kein "großes nationales Sicherheitsproblem" gebe. Die von Huawei entwickelten 5G-Netzwerktechnologien fallen nicht darunter.

Huawei hatte nach dem Entzug der Android-Lizenz zunächst eine 90-Tage-Gnadenfrist erhalten. Dennoch hatten sich sofort Auswirkungen auf den US-Handelsstopp bemerkbar gemacht: Die Umsätze von Huawei fielen, es wurden weniger Huawei-Smartphones verkauft und Huawei gab bekannt, an einer Android-Alternative zu arbeiten.

Abzuwarten bleibt jetzt auch, wie Huawei reagieren wird: Das Unternehmen könnte weiterhin Android für seine Smartphones verwenden oder an seinen Plänen für eine Android-Alternative festhalten. Die weiteren Verhandlungen der USA und China im Handelsstreit werden außerdem ergeben, ob Huawei auch wieder seine Smartphones und andere Technologien in den USA verkaufen darf. Bis zu einer endgültigen Einigung von China mit den USA könnte aber jederzeit ein neues Embargo drohen.

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